Smart Home: Conrad Connect stellt Dienst im Dezember ein

Die IoT-Plattform Conrad Connect wird am 16. Dezember eingestellt. Erst im Sommer hatte der Betreiber seine Preisstruktur geändert.

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(Bild: Conrad Connect)

Von
  • Daniel Herbig

Der Cloud-basierte Smart-Home-Dienst Conrad Connect wird eingestellt. In einer Mail an Kundinnen und Kunden teilte das Berliner Unternehmen mit, dass die Funktionen von Conrad Connect nur noch bis zum 16. Dezember zur Verfügung stehen sollen.

Bis dahin sollen alle Dienste von Conrad Connect unverändert weiter zur Verfügung stehen. Schon jetzt ist es aber nicht mehr möglich, zusätzliche Services oder Geräte hinzuzubuchen. In einer FAQ teilt Conrad mit, die Abonnement-Kosten für den verbleibenden Abo-Zeitraum sollen am 16. Dezember anteilig zurücküberwiesen werden.

Noch verfügbare Kontingente wie SMS-, WhatsApp oder Telefon-Benachrichtigungen sollen dagegen bis zum Stichtag aufgebraucht werden, erklärt Conrad. Alle Daten will Conrad zum 16. Dezember löschen, bis dahin können sie aus den verschiedenen Widgets manuell exportiert werden. Als Alternative zu Conrad Connect empfiehlt das Unternehmen Home Connect Plus des zu Bosch gehörenden Stuttgarter Unternehmens Residential IoT Services GmbH.

Gründe für das Aus von Conrad Connect gehen aus der Mail nicht hervor. Im Sommer hatte Conrad die Kosten seines Smart-Home-Dienstes massiv gesenkt: Das Premium-Paket kostete nur noch 2 Euro statt wie zuvor 6 Euro, die Preise für das Power-Paket reduzierte Conrad von 25 auf 5 Euro. Das Einsteiger-Paket blieb im Rahmen der Preisumstellung kostenlos. Auch für Erweiterungen ("Add-Ons") verlangte Conrad ab dem Sommer weniger Geld.

Mit Conrad Connect können Nutzerinnen und Nutzer automatisierte Routinen für ihr smartes Zuhause erstellen. Wie in der bekannten Plattform IFTTT ("If this, then that") können bestimmte Aktionen ausgeführt werden, wenn beispielsweise ein festgelegter Sensorwert erreicht wird.

(dahe)