Snapmaker 2.0: Gelungene Fortsetzung für den Fräs-Gravier-3D-Drucker

Eine Kickstarter-Kampagne auf Erfolgskurs: Die zweite Generation des Multifunktionsgeräts erfuhr einige Verbesserungen, die wir uns näher angesehen haben.

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Von
  • Carsten Meyer
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Für das äußerst erfolgreiche Kickstarter-Projekt Snapmaker gibt es gleich drei "2.0"-Nachfolger: Die Geräte A150, A250 und A350 unterscheiden sich nur in Baugröße und Bauraum. Eines der ersten Vorab-Exemplare des Snapmaker A350 erreichte uns zum Test. Den ausführlichen Testbericht gibt es in der Make 5/20, die ab dem 1. Oktober am Kiosk erhältlich ist.

Geblieben ist dem Snapmaker das modulare Konzept: Das Gerät ist gleichzeitig 3D-Drucker, Laser-Gravierer und CNC-Fräse. Beim A250 und A350 ist die Werkzeugtraverse nun als Portal ausgeführt, der A150 und der Vorgänger (jetzt als "Snapmaker Original" bezeichnet) müssen mit einer "einarmigen" Konstruktion auskommen. Der A150 (160 × 160 × 145 mm Bauvolumen) entspricht in etwa dem Snapmaker Original. Dann gibt es den A250 (230 × 250 × 235 mm), der von der Größe her in etwa einem Prusa i3 MK3S vergleichbar ist, und schließlich den großen A350 (320 × 350 × 330 mm), der schon mit einer großen Creality CR-10 gleichzusetzen ist.

Alle Baugruppen sind sorgfältig verpackt und makellos verarbeitet.

Das Gerät wird als Fast-Fertig-Bausatz zur Endmontage geliefert. Für den grundsätzlichen Aufbau anhand der reich bebilderten A4-Hochglanz-Anleitung benötigten wir eine gute Stunde, das Umrüsten für den jeweiligen Verwendungszweck nimmt dann nochmal 15 Minuten in Anspruch. Die Teile sind äußerst präzise gefertigt, alle Aluminium-Oberflächen sauber eloxiert und durchaus robust, sichtbar etwa an der schweren, verwindungssteifen Druckguss-Grundplatte.

Für den Aufbau des Bausatzes ist eine gute Stunde zu veranschlagen.

Bemerkenswert sind die gekapselten Lineareinheiten: Ein flexibler Edelstahlstreifen deckt die Führung so ab, dass nirgendwo Staub oder Späne eindringen können. Die Schrittmotoren sind innenliegend, ebenso die Endschalter. Die Verkabelung beschränkt sich auf ein paar leicht zu montierende Spezialkabel. Zur Inbetriebnahme muss man nun noch die Steuerungssoftware "Snapmaker Luban 3.38" herunterladen, die das frühere "SnapmakerJS" ersetzt.

Die Verdrahtung erfolgt über die beigelegten, fertig konfektionierten Spezialkabel.

Die Grundeinstellungen führten zu wenig rekordverdächtigen Druckzeiten, auch wenn die Ergebnisse auf Anhieb überzeugen konnten – bei kleineren Objekten störte lediglich die etwas grobe Oberflächenstruktur. In der "feinen" Voreinstellung gelingen dem Snapmaker makellose Oberflächen – allerdings auf Kosten der Druckzeit, die wegen der auf 0,08 mm halbierten Schichtdicke auf rund das Doppelte steigt.