Snowflake integriert Python in sein Entwickler-Framework

Im Snowpark steht Data Scientists und Data Engineers die Programmiersprache samt ihrem Ökosystem ab sofort für die Anwendungsentwicklung zur Verfügung.

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Zukunft, Utopie, Big Data

(Bild: snowflake.com)

Von
  • Matthias Parbel

Der US-amerikanische Daten-Cloud-Diensteanbieter Snowflake hat im Rahmen seiner kürzlich stattgefundenen Snowday-Veranstaltung einige grundlegende Erweiterungen für das Entwickler-Framework Snowpark angekündigt. Neben Java und Scala steht Anwendungsentwicklerinnen und -entwicklern sowie Data Scientists und Data Engineers künftig auch die Programmiersprache Python zur Verfügung – inklusive Zugriff auf die kuratierte Sammlung von Open-Source-Bibliotheken auf der Anaconda-Plattform.

Um Unternehmen die Möglichkeit zu eröffnen, neue Anwendungen direkt auf Basis ihrer Datenbestände innerhalb der Snowflake-Plattform zu entwickeln, hatte der Anbieter erst zur Jahresmitte die Entwicklungsumgebung Snowpark für den Einsatz gängiger Programmiersprachen jenseits von SQL geöffnet. Zu Java und Scala gesellt sich nun auch noch Python. Die insbesondere im Data-Science- und Machine-Learning-Umfeld beliebte Sprache ist ab sofort nativ in die Snowflake-Engine integriert, sodass auch verteilte Entwicklungsteams gemeinsam auf den Code und die benötigten Daten zugreifen können sowie ML-Pipelines und -Workflows in einer ihnen vertrauten Programmiersprache erstellen können.

Aufgrund einer Partnerschaft mit Anaconda steht Snowflake-Nutzerinnen und -nutzern zudem Zugriff auf Tausende von Python-Bibliotheken und -paketen sowie das Dependency-Management zur Verfügung. Das schafft vor allem im Enterprise-Umfeld das notwendige Vertrauen, alle Sicherheits- und Governance-Anforderungen erfüllen zu können, erklärt Snowflake-Produktmanager Torsten Grabs im Gespräch mit heise Developer. Darüber hinaus können sämtliche Datenbestände in der abgesicherten Data Cloud verbleiben.

Python in Snowpark ist ab sofort zunächst im Rahmen einer Private Preview für einen ausgewählten Nutzerkreis verfügbar. Mehr Details dazu sowie zu den Multi-Cloud-Erweiterungen, die neben AWS nun auch Microsoft Azure und Google Cloud Platform abdecken, finden sich in einem Blogbeitrag.

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