Snowflake macht seine Data Cloud programmierbar

Snowpark soll die Daten-Cloud via Java oder Scala für individuelle Data-Engineering- und Data-Science-Anwendungen öffnen.

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Zukunft, Utopie, Big Data
Von
  • Matthias Parbel

Der US-amerikanische Daten-Cloud-Diensteanbieter Snowflake stellt im Rahmen seiner jährlichen Hauskonferenz Snowflake Summit neue Möglichkeiten vor, mit denen sich die Data Cloud für individuellere Anwendungsfälle programmieren und nutzen lässt. Der gezielt auf Developer zugeschnittene Snowpark bietet eine Entwicklungsumgebung, in der sich mit gängigen Programmiersprachen – zum Auftakt stehen Java und Scala zur Auswahl – Applikationen für die Snowflake-Plattform bauen und direkt dort ausführen lassen.

Über benutzerdefinierte Funktionen in Java (Java UDFs – User-defined Functions) erhalten Anwenderinnen und Anwender zudem die Option, eigenen Code sowie eigene Businesslogik in die Snowflake Data Cloud zu übertragen. Ziel dabei ist es, nicht nur ganz neue Anwendungsszenarien zu erschließen, sondern auch deren Performance zu optimieren und gleichzeitig den Managementaufwand zu senken. Einen Beitrag zu weniger Komplexität leistet darüber hinaus eine nun als Public Preview freigegebene SQL API, über die Entwicklerinnen und Entwickler via REST auf die Snowflake-Plattform zugreifen können.

Die bisher primär für strukturierte und semistrukturierte Daten optimierte Data Cloud soll künftig auch unstrukturierte Daten verarbeiten, sodass eine komplette Runtime-Umgebung für Data-Science- und Machine-Learning-Anwendungen entsteht, in der Entwicklerinnen und Entwickler sämtliche Stufen ihrer Data-Pipelines verwalten können – bis hin zum Austausch von Dateien und strukturierten Daten mit Dritten. Gezielte Unterstützung rund um die neuen Funktionen der Plattform gewährt Snowflake im Rahmen des ergänzenden Snowpark Accelerated Program, über das Partner Zugriff auf Know-how sowie technische Experten des Anbieters erhalten.

Von der Datenquelle bis zum -verbraucher soll die Snowflake Data Cloud alle Bereiche abdecken.

(Bild: Snowflake)

Im Unterschied zu dem bereits im März gestarteten Dienst zum Beschleunigen von Suchabfragen stehen Snowpark, Java UDFs und Support für unstrukturierte Daten derzeit noch als Private Preview nur ausgewählten Snowflake-Kundinnen und -kunden offen, die Freigabe im Zuge einer Public Preview soll laut Ankündigung des Unternehmens aber in Kürze folgen. Weitere Verbesserungen an der Plattform, die neben der Governance beispielsweise die Speicherauslastung, interaktive Anwendungen mit hohem Ressourcenbedarf und ein Dashboard zum Visualisieren der Auslastung betreffen, stehen vorläufig ebenfalls nur einem ausgewählten Nutzerkreis offen.

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