Social-Commerce: OnlyFans erweitert Angebot um Shop-Funktion

OnlyFans ermöglicht Influencern zukünftig den Merchandise-Verkauf direkt auf der Fan-Plattform. Der Markt um Inhalteersteller ist hart umkämpft.

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(Bild: Dmitri Ma/Shutterstock.com)

Von
  • Bernd Mewes

Die Webdienst OnlyFans steigt ins Social-Commerce-Geschäft ein. Influencer können auf der Plattform zukünftig Waren und Fan-Artikel direkt an ihre Zuschauer und Abonnenten verkaufen. Damit folgt OnlyFans in dem hart umkämpften Markt um Influencer etwa YouTube, Facebook und TikTok.

Um das E-Commerce-Angebot umzusetzen, geht OnlyFans eine Partnerschaft mit US-Unternehmen Spring Inc. (Teespring) ein, berichtet die Financial Times. Inhalteersteller können ihre OnlyFans-Site mit einem Onlineshop verknüpfen, um personalisierte Merchandise-Artikel zu verkaufen.

Die Creator-Community sei auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten gewesen, um "eine andere Seite ihres Geschäfts mit ihren Fans zu teilen", erklärt OnlyFans-Geschäftsführerin Ami Gan. Der Webdienst bekomme dem Bericht zufolge von den monatlichen Gebühren, die zwischen fünf und 50 US-Dollar betragen, 20 Prozent Provision.

Vor OnlyFans bestätigten diesen Monat bereits zwei weitere soziale Netzwerke eine In-App-Kauffunktion. TikTok kündigte seinen "TikTok-Shop" zunächst nur für die USA an, nachdem Tests in Großbritannien und Asien gelaufen waren. YouTube testete bereits vor zwei Jahren die Integration von Online-Shopping-Funktionen und bietet in seinem Kurzvideo-Dienst Shorts neben einem Shop zusätzlich ein Affiliate-Programm an.

OnlyFans zählt dem Bericht der Financial Times zufolge etwa 220 Millionen Nutzer, von denen mehr als drei Millionen in diesem Jahr bereits Inhalte erstellt hätten. Der Webdienst zur kostenpflichtigen Bereitstellung (Paid Content) von Fotos und Videos – hauptsächlich erotische und pornografische Inhalte – habe demzufolge im Jahr 2021 einen Umsatz von 932 Millionen US-Dollar (Gewinn vor Steuern 433 Millionen Dollar) erzielt.

(bme)