Sofortbildkamera Fujifilm Instax SQ1 im Test: Sofortbild im quadratischen Format

Die Instax SQ1 ist das jüngste Instax-Modell von Fujifilm. Es liefert Sofortbilder im quadratischen Format. Kann die Kamera als Gesamtpaket überzeugen?

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(Bild: Christine Bruns)

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  • Christine Bruns

Bei Fujifilms SQ1 zählen Design und Einfachheit. Es gibt sie in den drei Farben Chalk White, Terracotta Orange und Glacier Blue. Die Bedienung der Point-and-Shoot-Sofortbildkamera ist so reduziert, wie sie nur sein kann: Film einlegen, Objektiv öffnen, mit Hilfe des Suchers den Bildausschnitt festlegen, Auslöser drücken, Bild einsammeln. Automatisch ist die Belichtung, auch den Blitz stellt die Kamera bei Bedarf selbst ein. Der Fotograf kann lediglich den Fokusabstand beeinflussen. Dafür gibt es am Objektiv zwei Dreheinstellungen, eine für Selfies und eine für alles, was weiter davon entfernt liegt. Für die Selfies befindet sich der typische Minispiegel am Objektiv.

Ein Sichtfenster auf der Rückseite offenbart, ob der Film richtig eingelegt wurde, ein Bildzählwerk zeigt zudem an, wie viele Bilder in der Kassette noch verfügbar sind. Die Instax SQ1 arbeitet mit dem Instax-Square-Sofortbildfilm in der Größe 8,6 Zentimeter × 7,2 Zentimeter. Die Bildgröße liegt bei ungefähr sechs mal sechs Zentimetern – ein modernes quadratisches Format im Instagram-Stil. Die Kamera ist damit ein gelungenes Konzept für alle, die beim Fotografieren schnell ein einigermaßen vernünftiges Ergebnis wollen, ohne sich selbst um belichtungsrelevante Einstellungen kümmern zu müssen. Wer etwas mehr Einfluss schätzt, ist bei anderen Sofortbildkameras wie der Instax Mini 90 neo oder einer Polaroid OneStep+ möglicherweise besser aufgehoben.

instax SQ1 (3 Bilder)

Die instax SQ1 ist eine einfache Point-and-Shoot-Kamera. Angeschaltet wird sie durch Drehen am Objektiv. Ein Blitz hellt Fotos auf, wann er ausgelöst wird und welche Belichtungseinstellungen gewählt werden, entscheidet die SQ1 vollautomatisch. Der Fotograf muss lediglich den Auslöser drücken. Für Selfies gibt es einen kleinen Spiegel von am Objektiv.
(Bild: Christine Bruns)

Eigentlich ist die SQ1 in ihrer Sparte eine recht praktische Kamera, wäre da nicht die eine Sache, die uns wirklich geärgert hat: die Ergonomie. So wurde der Auslöser genau an der Stelle eingebaut, wo beim Halten der Kamera der Zeigefinger liegt. Das klingt im ersten Moment logisch, denn man muss ihn ja drücken, um ein Bild aufzunehmen. Doch die Platzierung hat ihre Tücken: Der Finger kann aufgrund des großen Objektives nicht weiter unten ruhen, dazu ist der Auslöser zu leichtgängig. Schon eine kurze Berührung reicht und es entstehen Bilder, die man gar nicht wollte.

Aufnahmen der Fujifilm instax SQ1 (6 Bilder)

Auch der Sofortbildfilm kann erstaunlich viele Details wiedergeben.
(Bild: Christine Bruns)

Der Instax-Square-Film, den die Kamera belichtet, kostet pro Bild rund einen Euro, in einer Filmkassette befinden sich zehn Aufnahmen. Bei größeren Abnahmemengen kann man einige Cent pro Bild sparen. Sondereditionen wie der Monochrom-Film oder Varianten mit besonderen Rahmen kosten etwas mehr.

Mitgeliefert werden übrigens eine Handschlaufe und ein selbstklebender Daumengriff, mit dem sich der Handgriff laut Website an Handform und -größe anpassen lassen soll. Das Plättchen hat aber nur einen sinnvollen Platz auf der Rückseite, nämlich oberhalb des Batteriefachs, sonst wird dieses verdeckt. Wie sich der Griff dadurch an die jeweilige Handform anpassen soll, blieb uns ein Rätsel.

Als Stromversorgung dienen zwei CR2-Lithium-Batterien, die für circa 30 Filmkassetten reichen sollen.

Die SQ1 ist das dritte Instax-Modell für den quadratischen Film. Die ebenfalls rein analoge SQ6 ist ein bisschen schicker designt und besitzt außerdem verschiedene Motivprogramme für Porträt, Landschaft, Doppelblichtung, High-Key oder Low-Key-Bilder. Sie kostet derzeit ähnlich viel wie ihre jüngere Schwester SQ1, also rund 100 Euro.

Die dritte im Bunde ist die SQ20, eine Hybridkamera. Sie nimmt analog sowie digital auf, besitzt ein Display und diverse Bearbeitungs- und Verschönerungsoptionen für die Bilder. So können mehrere Aufnahmen auf ein Bild gedruckt oder eine Aufnahme als Foto aus einem mit der SQ20 aufgenommenen Film exportiert werden. Ein Micro-SD-Slot ermöglicht die Übertragung der Bilder auf den PC. Ihr Preis liegt bei rund 170 Euro.

Daneben gibt es noch die Instax-Mini-Kameras mit Bildgrößen mit Rahmen von 7,5 Zentimeter × 6 Zentimeter, ohne diesen Rahmen ist das Foto nur 6,5 Zentimeter × 4,5 Zentimeter groß. Größere Formate liefert die Instax Wide 300 mit Bildgrößen von rund 6 Zentimetern × 10 Zentimetern.

Auch Polaroid bietet das quadratische Format an, jedoch etwas größer. Die Bildgröße mit Rahmen liegt hier bei 10,7 Zentimeter × 8,8 Zentimeter, ohne Rahmen bei rund 8 Zentimeter × 8 Zentimetern. Die Entwicklungszeit der Bilder liegt bei zehn bis 15 Minuten. Auch der Preis von 16 bis 18 Euro pro Bild ist nicht gerade ein Schnäppchen.

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Mit der Instax SQ1 von Fujifilm lassen sich zwischendurch mit Freunden, auf Partys oder einfach zum Spaß kreative Sofortbilder aufnehmen. Das trifft natürlich auf alle Sofortbildkameras zu. Einstellmöglichkeiten wie bei manch anderen sucht man hier allerdings vergebens. Die Instax-Square-Filme sind größenmäßig ein guter Kompromiss. Die Kamera selbst macht einen dem Anspruch angemessenen wertigen Eindruck, lässt aber in Sachen Ergonomie etwas zu wünschen übrig. Der Auslöser reagiert noch dazu etwas zu vorschnell. Das kann bei Bildpreisen um einen Euro schon ärgerlich werden.

(cbr)