FreeOffice: SoftMaker-Office gratis und ganz neu – und mit einem Osterei

Unter dem Namen FreeOffice vertreibt SoftMaker eine Gratisversion seiner Bürosuite kostenlos und in der aktuellen Version 2021.

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(Bild: Softmaker)

Update Stand:
Von
  • Hans-Peter Schüler

Der Hersteller SoftMaker hat die Gratisausgabe seiner Bürosuite SoftMaker-Office auf die Version 2021 aktualisiert. Die auch gewerblich kostenlos nutzbare Edition FreeOffice taucht allerdings auf der Hersteller-Homepage gar nicht auf, sondern nur unter der Adresse www.freeoffice.com.

Nach dem Download von dort oder über heise Download ist die Software sofort einsatzbereit, gibt sich aber zuerst als Demoversion. Spätestens nach vierzehn Tagen muss man einen Lizenzschlüssel eingeben, der nach Angabe einer E-Mail-Adresse allerdings kostenlos zu bekommen ist. Dieser Schlüssel reicht aus, um die Software auf bis zu drei Rechnern – auch mit unterschiedlichen Betriebssystemen – dauerhaft freizuschalten.

FreeOffice enthält wie Softmaker-Office die Textbearbeitung TextMaker, die Tabellenkalkulation PlanMaker und das PowerPoint-Äquivalent Presentations, wobei der jeweilige Namenszusatz FreeOffice aber auf den reduzierten Funktionsumfang hindeutet. So wie Softmaker-Office läuft FreeOffice unter Windows, macOS und Linux und unterstützt grundsätzlich die Dokumentenformate von Microsoft und LibreOffice.

Das kostenlose FreeOffice TextMaker genügt durchaus, um damit einen kreativen Flyer zu gestalten.

(Bild: SoftMaker)

Durch die guten Im- und Exportfilter taugen die SoftMaker-Anwendungen grundsätzlich zum Dokumentenaustausch mit MS Office und Libreoffice – das funktionier besser als bei den beiden dominierenden Suiten untereinander. Für FreeOffice gilt das mit einigen Einschränkungen, die sich allerdings nur in Spezialfällen auswirken.

Zum Beispiel kann FreeOffice Presentations keine Schriften in Vortragsdokumente einbetten – dadurch werden die Foliensammlungen praktisch untransportabel, weil sie auf einem anderen Rechner oft mit unerwarteten Zeilenumbrüchen aufwarten werden. Außerdem läuft FreeOffice anders als sein Kommerz-Gegenstück unter Windows nur als 32-Bit-Anwendung. Das ist zwar auch unter 64-bittigem Windows grundsätzlich kein Problem, nur könnten Dokumente mit Gigabyte-großen Tabellen den Adressraum der 32-Bit-Anwendung sprengen.

Auch die anderen Beschränkungen betreffen zum größten Teil nur fortgeschrittene Anwendungsfälle: FreeOffice beherrscht keinen Export von Epub-Dateien für E-Books oder von PDF/A-Dokumenten, außerdem kennt es keine Bildbeschriftungen und keine Transposition in Tabellen. Wer auf diese Funktionen angewiesen ist, kommt nur mit dem regulären SoftMaker-Office zum Zug.

Mit FreeOffice Presentations lassen sich ansprechende Vortagsbilder zuwege bringen, bei deren Präsentation man aber ohne Hilfe einer Referentenansicht auskommen muss.

Einige Abstriche dürften aber auch bei Anwendern ohne Spezialansprüche für Enttäuschung sorgen: Dazu zählt etwa der erzwungene Verzicht auf Textbausteine und Vorlagenverwaltung in TextMaker sowie der Umstand, dass Vortragende bei FreeOffice keine Unterstützung durch eine Referentenansicht finden. Im Einzelnen listet SoftMaker die Versionsunterschiede auf einer gut versteckten Webseite auf.

Update 21.10.2021: Wie sich beim Test herausstellte, birgt FreeOffice eine Rabatt-Option auf die Kaufversionen SoftMaker-Office Standard und Professional. Wer aus FreeOffice heraus den Button für weitere Informationen zur Kauf-Software anklickt, erhält eine Preisliste mit 20- bis 30-prozentigem Rabatt. Laut SoftMaker läuft diese Aktion bis zum 31. Oktober; ähnliche Aktionen über den Newsletter an registrierte FreeOffice-Nutzer könnten aber folgen.

Siehe auch:

  • FreeOffice: Download schnell und sicher von heise.de

(hps)