Solar-Elektroauto: Sono Motors bekommt Fahrassistenzsystem von Continental

Der Entwickler eines Elektroautos mit Solarmodulen Sono Motors weitet seine Zusammenarbeit mit den Autozulieferer Continental aus.

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(Bild: Continental)

Sono Motors, das kommendes Jahr mit dem Sion ein Elektroauto mit Solarmodulen auf der Karosserie auf den Markt bringen will, weitet die Kooperation mit Continental aus. Der Autozulieferer trägt zu dem Auto ein Fahrassistenzsystem (ADAS) bei, wie aus einer Sono-Mitteilung hervorgeht.

Das ADAS soll serienmäßig eingebaut werden, zunächst werde es in die Serien-Validierungsfahrzeuge integriert, heißt es in der Mitteilung. Diese Autos, die Sono Motors im März dieses Jahres in das Serien-Erprobungsprogramm schickte, bestehen aus Serienkomponenten und sollen dem erwarteten finalen Design entsprechen. Mit dem ADAS von Continental soll das Fahrzeug kommenden strengeren Verkehrssicherheitsvorschriften der Europäischen Union (GSR) entsprechen.

Continental will auch ein passives Zugangs- und Smart-Entry-System liefern. Dieses soll automatisch authentifizierte Nutzer erkennen, die sich dem Auto nähern, die Fahrzeugtüren öffnen und die Niederspannungssysteme starten. Auch der Start-Stopp-Knopf für die Serien-Validierungsfahrzeuge kommt von Continental sowie ein Crashsensor.

"Unsere Partnerschaft mit Continental begann 2018 mit der Arbeit an Komponenten wie dem E-Motor, der Software für das Fahrzeug- und dem Airbag-Steuergerät", erläutert Laurin Hahn, Mitgründer und CEO von Sono Motors. Sein Unternehmen plant, den Sion in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 in Serie zu produzieren. Bisher sollen dazu 20.000 Reservierungen vorliegen. Continental und Sono Motors haben bereits die Software für die Komfort- und Klimasteuerung sowie das Energie-, Ladestands- und Wärmemanagement des Antriebsstrangs entwickelt.

Seriendesign des Elektrosolarautos Sion (37 Bilder)

Im Januar 2021 stellt Sono Motors die zweite Prototyp-Generation vor, …

Die Karosserie des Sion ist mit 456 Solar-Halbzellen bestückt. Sie sollen die geschätzte Reichweite von 305 km der 54-kWh-LFP-Batterie um durchschnittlich 112 km pro Woche erhöhen. Die Batterie soll eine maximale Ladeleistung von bis zu 75 kW (DC) und 11 kW (AC) ermöglichen. Neben dem Auto entwickelt Sono Motors auch einen "Solar Bus Kit". Damit sollen Busse bestückt werden, die im ÖPNV unterwegs sind. Die Münchner Verkehrsgesellschaft testet die Technik.

(anw)