Sommer-Updates für Android: Google bringt RCS-Messaging voran

Nachrichten auf Android-Geräten können bald markiert werden und sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Zudem ziehen neue Assistenten ein.

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(Bild: Benny Marty/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Nachrichten, die über Googles Messenger-App auf Android-Geräten verschickt werden, sind künftig Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das gilt für Chats zwischen zwei Personen, also keine Gruppennachrichten, und sofern die Schreibenden dies in den Funktionen aktiviert haben. Das ist eine der für diesen Sommer vorgestellten neuen Funktionen, die vor allem der Sicherheit dienen sollen.

Im vergangenen Jahr war bereits eine Beta-Version von Googles RCS-Messaging erschienen. Der Konzern erhofft sich seit einer Weile, dass RCS (Rich Communication Service) Nachfolger der SMS wird. Der offene Standard bringt klassische Chatfunktionen wie den "gelesen"-Status und Reaktionen mit. Android-Nutzer müssen RCS allerdings zulassen, nicht alle Geräte und Provider sind kompatibel. Passt es nicht, werden die Nachrichten als klassische SMS statt als Wlan-Variante versendet.

Im Messenger können zudem in den kommenden Wochen Nachrichten markiert werden: Sie bekommen einen Stern, zu dem man leicht zurückfindet, so dass keine Informationen verloren gehen. Google nennt in einem Blogbeitrag als Nutzungsbeispiele eine Adresse oder Telefonnummer, die als Nachricht verschickt wurde. Kein Scrollen bis in alle-Ewig-Vergangenheiten mehr nötig.

Nachdem bereits im Mai ein Bereich für die am häufigsten genutzten Emojis aus der Emoji-Kitchen eingeführt wurde, kommen nun Vorschläge, basierend auf dem, was man eingegeben hat. Die Küche verrührt mehrere Bildchen zu einem. Das ist ab sofort als Beta und ab dem Sommer für Englisch, Spanisch und Portugiesisch sprechende Menschen mit Android 6.0 verfügbar.

Googles Erdbeben-Alarm ist in weiteren Teilen der Erde verfügbar, darunter die Türkei, Philippinen und Kasachstan.

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"Hey Google, bezahle meine Rechnung" – solche und ähnliche Sätze sollen helfen, schneller und einfacher zu den Apps zu gelangen, die man gerade braucht. Sie dienen als Sprach-Shortcuts. Ebenfalls über Sprache lassen sich Passwörter absichern – und einsprechen. Der Sprach-Assistent kann darauf eingestellt werden, nur zu funktionieren, wenn man gleichzeitig auf den Bildschirm schaut.

Android Auto soll einfacher zu bedienen sein. Ladestationen, Parkplätze und andere Navigations-Apps können integriert werden. Gängige Messenger, auch WhatsApp, lassen sich direkt im Startbildschirm ansteuern.

(emw)