Sonos: Günstigere Soundbar Ray und Voice Control angekündigt

Die Sonos Ray wird die günstigste Soundbar im Sonos-Portfolio. Sie und andere Sonos-Lautsprecher bekommen außerdem Zugang zu einem neuen Voice-Service.

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(Bild: Sonos)

Von
  • Daniel Herbig

Sonos hat mit der Ray seine bislang günstigste Soundbar vorgestellt. Üblicherweise ist Sonos-Technik unter dem Fernseher teuer: Das bislang günstigste Modell Beam kostet 500 Euro, für die Arc werden sogar 1000 Euro fällig. Die ab Juni verfügbare Sonos Ray soll dagegen nur 300 Euro kosten, teilte Sonos am Mittwochabend mit.

Für den günstigeren Preis muss man unter anderem auf Dolby Atmos verzichten. An Fernseher angeschlossen wird die Ray per optischem Kabel, an der Rückseite der Soundbar sitzt außerdem ein Ethernet-Anschluss. Wie andere Sonos-Soundbars lässt sich die Ray über die zugehörige App steuern, wo unter anderem ein bassreduzierter Nachtmodus oder ein Boost für Dialoge aktiviert werden kann. Außerdem kann man die Soundbar per Trueplay an die Raumgegebenheiten anpassen. Diese Funktion steht aber nur auf iPhones, nicht auf Android-Geräten zur Verfügung.

Blick von hinten: Einen HDMI-Eingang hat die Sonos Ray nicht.

(Bild: Sonos)

Gemeinsam mit der Soundbar hat Sonos seinen eigenen Assistenzdienst angekündigt, über den das US-Technikmagazin The Verge bereits im Voraus berichtet hatte. Den Dienst nennt Sonos recht bodenständig "Voice Control". Er soll nicht zwingend mit Alexa und dem Google Assistant konkurrieren, sondern eine datensparsame Alternative zur sprachgesteuerten Musikwiedergabe bieten: Sprachbefehle, die Voice Control entgegennimmt, werden ausschließlich lokal verarbeitet. Es werden also nichts in die Cloud geschickt oder weiterverarbeitet, verspricht das US-Unternehmen. Angesprochen wird Voice Control mit "Hey Sonos".

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Im Juni soll Voice Control zuerst in den USA verfügbar werden, im späteren Jahresverlauf soll das Feature auch in Frankreich angeboten werden. Ob und wann der Dienst auch in Deutschland genutzt werden kann, ist offen. In den USA wird der Sonos Assistant von Schauspieler Giancarlo Esposito ("Breaking Bad", "The Mandalorian", "Far Cry 6") vertont.

Sonos Voice Control soll mit jedem Lautsprecher von Sonos funktionieren, der über ein Mikrofon verfügt. Geräte, die bislang über Alexa und den Google Assistant Befehle entgegennehmen konnten, lassen sich in Zukunft also auch mit Voice Control steuern – ein entsprechendes Software-Update will Sonos zum Marktstart bereitstellen. Zu den kompatiblen Diensten zählt Sonos den eigenen Radio-Service, Apple Music, Amazon Music, Deezer und Pandora. Prominent abwesend in dieser Liste ist Marktführer Spotify.

Berichte zu einem Sprachassistenten von Sonos gibt es schon seit Monaten, unter anderem deuteten bereits Code-Fragmente und Stellenanzeigen auf dessen Entwicklung hin. Parallel arbeitet das Unternehmen an einem neuen Betriebssytsem namens "Home Theater OS".

(dahe)