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Sony Airpeak: Drohne trägt Alpha-Kamera

Sony will im Drohnenmarkt mitmischen: Auf der CES hat das japanische Unternehmen eine Kameradrohne vorgestellt.

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(Bild: Sony)

Von
  • Jan-Keno Janssen

Sony will ein Stück vom Drohnen-Kuchen: Auf der CES hat Sony die Airpeak-Drohne vorgestellt, die eine Alpha-Systemkamera des Herstellers trägt. Laut Sony handele es sich um die kleinste Drohne für eine Alpha-Kamera. Andere Hersteller wie DJI verkaufen bereits seit Jahren Tragesysteme für Drohnen, an die man Sony-Alpha-Systeme koppeln kann.

Bei der auf der virtuellen CES per Video gezeigten Airpeak-Drohne handelt es sich um ein Quadrokopter-Design mit zwei Landekufen, die sich nach dem Start nach oben einklappen – damit sie in den Videoaufnahmen nicht im Bild zu sehen sind.

Mit einklappbarem Landegestell: Sonys Airpeak-Drohne (Quelle: Sony)

Obwohl Sony keinen Preis für die Drohne nannte, kann man davon ausgehen, dass es sich um ein eher teures Gerät handeln wird. Der Hersteller richtet sich vorerst an professionelle Drohnenpiloten, die auch Betatesten sollen: Auf der Airpeak-Website sucht Sony nach "Professional Collaborators", allerdings bislang nur in Japan und USA. Auf den Pressefotos hängt eine Sony a7S an der Drohne – die Kamera kostet in der a7S-III-Version inklusive Objektiv mindestens 5000 Euro. Man wird allerdings offenbar auch günstigere Geräte an die Drohne hängen können; Sony spricht allgemein von "Alpha-Kameras".

Die Airpeak-Drohne ist nicht der erste Versuch von Sony, im Drohnen-Markt Fuß zu fassen. Bereits 2015 zeigte das Unternehmen einen Drohnen-Prototypen, den Sony zusammen mit dem japanischen Roboterhersteller ZMP entwickelte. Das gemeinsame Joint-Venture trug den Namen Aerosense.

Der Consumer-Drohnenmarkt wird von dem chinesischen Unternehmen DJI dominiert. Unter anderem hatte der US-Kamerahersteller GoPro im Jahr 2016 mit der Karma-Drohne versucht, in den Markt einzusteigen, was aber nicht nur wegen technischer Probleme fehlschlug. 2018 stellte GoPro das Drohnengeschäft komplett ein. Da DJI inzwischen auf der US-Exportverbotsliste steht, scheinen Konkurrenten (wie Sony) nun eine Chance zu sehen, DJIs Dominanz zu brechen.

(jkj)