Sony: Starkes Quartal dank Playstation

In der Corona-Krise wurden Videospiele beliebter. Sony profitiert davon mit seinem Playstation-Geschäft, andere Bereiche gerieten aber unter Druck.

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(Bild: dpa, Sebastian Gollnow/dpa)

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  • dpa

Starke Verkäufe von Playstation-Spielen bringen Sony bisher gut durch die Corona-Krise – doch der japanische Elektronikriese stellt sich bereits auf einen Gewinnrückgang im laufenden Geschäftsjahr ein. Unter anderem erwartet Sony ein schlechteres Geschäft bei seinen Kamera-Sensoren, die bei vielen Smartphones zum Einsatz kommen. Der Handy-Markt steht gegenwärtig unter Druck.

Im vergangenen Quartal konnte das Playstation-Geschäft die Rückgänge in anderen Bereichen noch abfedern. Der Konzerngewinn stieg in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 53,3 Prozent auf 233,2 Milliarden Yen (1,9 Milliarden Euro). Der Umsatz erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 1,97 Billionen Yen (15,8 Milliarden Euro) .

Im Spiele-Bereich sprang der Umsatz um fast ein Drittel auf 606 Milliarden Yen. Einen positiven Effekt durch die Corona-Krise haben auch zahlreiche andere Anbieter von Videospielen festgestellt. Sony profitierte darüber hinaus von der Veröffentlichung des erfolgreichen PS4-Exklusivspiels "The Last of Us Part 2". Der operative Gewinn stieg von 74 auf 124 Milliarden Yen. Sony bereitet sich auf die Markteinführung der Playstation 5 zum Weihnachtsgeschäft vor.

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Sonys Geschäft mit Filmen und TV-Sendungen trug trotz geschlossener Kinos ebenfalls 24 Milliarden Yen zum Quartalsergebnis bei – dank der gestiegenen Einnahmen im Fernsehbereich. Zugleich rechnet Sony bereits damit, dass die negativen Effekte der Corona-Krise im Filmgeschäft noch zwei bis drei Jahre zu spüren sein werden.

Im Elektronik-Geschäft, der einstigen Kernsparte von Sony, sackte der Umsatz um 31 Prozent auf rund 332 Milliarden Yen ab. Die Corona-Krise habe zu niedrigeren Verkäufen von Digitalkameras, Fernsehgeräten sowie anderer Audio- und Videotechnik geführt. Beim operativen Ergebnis gab es einen Verlust von 9 Milliarden Yen statt der 25 Milliarden Yen Gewinn aus dem Vorjahr. Im Rest des Geschäftsjahres hofft Sony dank Sparmaßnahmen auf ein besseres Ergebnis.

Bei Kamerasensoren gab es im vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang von elf Prozent auf gut 206 Milliarden Yen, das operative Ergebnis halbierte sich mit rund 25 Milliarden Yen. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Sony in der Sparte mit einem Umsatzrückgang von sieben Prozent. Im gesamten Konzern erwartet Sony für das noch bis Ende März 2021 laufende Geschäftsjahr nun einen Gewinnrückgang von 12,4 Prozent auf 510 Milliarden Yen.

(dahe)