Sony WH-1000XM5: Update für die ANC-Referenz bei den Kopfhörern

Sony verpasst seinen Over-Ears eine Auffrischung: Der WH-1000XM5 klingt besser und eignet sich nun auch fürs Homeoffice. Doch das hat seinen Preis.

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Von
  • Robin Brand

Sony hat die fünfte Auflage seiner erfolgreichen WH-1000-Kopfhörer vorgestellt. Für die neue Ausgabe der Bluetooth-Over-Ears hat der Hersteller vor allem die Telefoniequalität und das ANC verbessert – und das Design überarbeitet. Waren die vorigen Versionen der Kopfhörer untereinander nur schwer zu unterscheiden, setzt sich der WH-1000XM5 optisch deutlich von seinen Vorgängern ab und wirkt weniger klobig. Günstig ist der Neuling nicht, 420 Euro ruft Sony für den ab Ende Mai erhältlichen Kopfhörer auf.

(Bild: Sony)

Am Kopfhörer befinden sich neben USB-C-Lade- und Klinkenbuchse zwei Bedientasten, die das Gerät in den Pairingmodus versetzen oder zwischen Transparenz- und ANC-Modus wechseln. Lautstärke und Wiedergabe steuert ein Touchfeld auf der rechten Ohrmuschel. Handauflegen leitet die Umgebungsgeräusche durch und dimmt die Lautstärke. Weitere Befehle für die Bedientasten lassen sich in der optionalen App zuweisen. Dort kann man auch den Klang per Preset oder individuell per Fünf-Band-Equalizer anpassen. Auch der Transparenzmodus lässt sich dort in 20 Stufen justieren. Die Ohrmuscheln sind weiterhin relativ flach, aber etwas größer dimensioniert als beim Vorgänger, sodass auch mittelgroße Ohren Platz unter dem Kopfhörer haben. Für den Transport lassen sich die Ohrmuscheln drehen, aber nicht einklappen.

Insgesamt klingen die Sony WH-1000XM5 (roter Graph) harmonischer als ihr Vorgänger (blauer Graph), da die oberen Mitten und der Präsenzbereich nicht abgesenkt sind. Zum Vergleich unsere relativ neutral abgestimmte analoge Referenz, der Sennheiser HD600 (gelb).

Klanglich verheimlicht der XM5 seine Zugehörigkeit zur 1000X-Familie nicht, spielt die oberen Mitten aber weniger zurückgenommen als sein Vorgänger, wodurch er insgesamt lebendiger und weniger dumpf klingt – obwohl der präzise Bass weiterhin sehr präsent ist. Sony verwendet laut Pressemitteilung für die 30-mm-Treiber Kohlefaserverbundstoff, der die Empfindlichkeit gegenüber hohen Frequenzen verbessere. Der WH-1000XM5 versteht sich auf LDAC, AAC und SBC. Der LDAC-Codec funktioniert allerdings nur, wenn Multilink-Bluetooth, das Verbindung zu zwei Geräten gleichzeitig hält, in der App deaktiviert ist. Das Gerät ist für 360 Reality Audio zertifiziert.

Deutlicher als den Klang hat Sony an Transparenzmodus und ANC gedreht. Der Transparenzmodus leitet nun deutlich mehr Umgebungsgeräusche ein, sodass sich Telefonate damit angenehmer anfühlen, da man die eigene Stimme besser hört. Die ohnehin schon sehr gute Geräuschunterdrückung des Vorgängers hat Sony weiter verbessert, vor allem Tastaturengeklapper im Großraumbüro dimmt der XM5 hörbar effektiver herunter – besser auch als Konkurrenten wie der Bose QC45. Sony selbst schreibt, dass zwei Prozessoren acht Mikrofone steuern, die störende Geräusche vor allem im mittleren und hohen Frequenzbereich reduzieren sollen. Wie bereits der Vorgänger kann der WH-1000XM5 die Lärmunterdrückung wahlweise automatisch an die Umgebung anpassen.

Beim Gegenüber wiederum kommen die Stimmen im Vergleich zum Vorgänger voluminöser an, sodass sich die Kopfhörer auch gut für Videokonferenzen eignen. Sony bewirbt die Kopfhörer mit einer Laufzeit von rund 30 Stunden bei aktiviertem ANC. Die Kopfhörer erscheinen in Schwarz und Grau, und werden inklusive Ladekabel, Klinkenkabel und Transporttasche ausgeliefert.

(rbr)