Sony Xperia 1 III: Highend-Smartphone mit verstellbarer Kameralinse

Drei Kameras, vier Brennweiten: Sony hat sich für das Highend-Smartphone Xperia 1 III und das kleinere Schwestermodell 5 III etwas Besonders einfallen lassen.

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Sony Xperia 1 III

(Bild: Sony)

Von
  • Robin Brand

Das gab es so noch nicht: Die optische Brennweite der Telekamera von Sonys neuen Top-Smartphones Xperia 1 III und 5 III lässt sich verstellen. So deckt diese die kleinbildäquivalenten Brennweiten 75 und 105 Millimeter ab. Auch die restliche Ausstattung der Sony-Smartphones liest sich auf dem Papier überzeugend – nur einen Preis nannte der Hersteller noch nicht. Marktstart soll im Frühsommer sein.

Sony Xperia 5 III

(Bild: Sony)

Wie gehabt ist das Xperia 1 Sonys Topmodell und das 5 das nur etwas schwächer ausgestattete Schwestermodell in kompakterer Form. Das Hauptaugenmerk bei der Weiterentwicklung legte Sony auf Kamera und Display.

Wie die Vorgängergenerationen kommt das Xperia 1 III mit drei 12-Megapixel-Kameras, nun aber eben mit einer Brennweite mehr. Damit deckt das Smartphone die kleinbildäquivalenten Brennweiten von 16 Millimeter (f/2,2, 1/2,6"-Sensor), 24 Millimeter (f/1,7, 1/1,7"-Sensor) und 70 sowie 105 Millimeter (f/2,3 - 2,8, 1/2,9"-Sensor) ab. Die Brennweite der Telekamera lässt sich dank beweglicher Linse verstellen. Ein stufenloser optischer Zoom dazwischen ist nicht möglich. Das Objektiv hat Sony quer eingebaut, per Prisma wird das Licht auf den Sensor gelenkt. Ein ToF-Sensor für einen besseren Autofokus bleibt dem Xperia 1 vorbehalten, ansonsten ist das Kamerasetup von Xperia 1 und 5 III identisch.

Wie ihre Vorgänger kommen die neuen Sony-Flaggschiffe mit dem ausgefeilten Pro-Modus, der an die Kameras der Alpha-Serie angelehnt ist. Neuerdings ist hier dann auch der Automodus zu finden, sodass der Wechsel zwischen zwei Foto-Apps entfällt. Sony bewirbt die Modelle mit einem kontinuierlichen Autofokus, der die AF-/AE-Berechnungen 60 Mal pro Sekunde durchführen soll, sodass bis zu 20 Fotos pro Sekunde mit genauer Fokussierung aufgenommen werden können.

Abgesehen von der Kamera reduzieren sich die Unterschiede zwischen den Modellen im Wesentlichen auf das Display und die implementierte Ladetechnik – das kleinere Xperia 5 III lässt sich nicht drahtlos laden. Und das Prunkstück – ein 6,5 Zoll großes OLED mit nahezu 4K-Auflösung – findet sich nur im Xperia 1 III. Allerdings dürfte auch die Auflösung von FHD+ auf dem 6,1-Zoll-Screen des Xperia 5 III mehr als ausreichend sein. Beide Geräte fallen wegen des Displays im 21:9-Format relativ schmal aus und lassen sich somit einigermaßen gut einhändig bedienen. Im Unterschied zu den Vorgängermodellen sind sowohl 1 III als auch 5 III mit 120-Hertz-Panels ausgestattet bei einer Touch-Abtastfrequenz von 240 Hertz.

Beide Smartphones kommen mit Qualcomms Top-Chipsatz Snapdragon 888, das 1 III mit 12, das 5 III mit 8 GByte RAM. Zudem nannte Sony eine Speicherausstattung von 256 oder 512 GByte für das 1 III und 128 oder 256 für das 5 III. Der Speicher lässt sich in beiden Fällen per microSD-Karte erweitern. Auch eine Klinkenbuchse für kabelgebundene Kopfhörer ist an beiden Geräten zu finden. Vor Staub und Wasser sind sie gemäß IP65/68-Standard geschützt. Der 4500-mAh-Akku wird per beiliegendem 30-Watt-Charger geladen, das 1 III wahlweise drahtlos.

Sony liefert die Geräte mit Android 11 aus. Wie lange sie mit Sicherheitspatches versorgt werden, sagte Sony auf Rückfrage nicht. Das 1 III erscheint in den Farben Schwarz, Grau und Lila, das 5 III in Schwarz, Grün und Pink. Marktstart soll im Frühsommer sein. Parallel zu den beiden Topmodellen hat Sony das Mittelklasse-Smartphone Xperia 10 III vorgestellt.

Update: Mittlerweile hat Sony Angaben zu Updates ergänzt. Beide Modelle werden demnach zwei Jahre mit allen System- und Sicherheits-Updates von Google versorgt. Außerdem werden nur die jeweils kleineren Speichervarianten in Deutschland erhältlich sein, das Xperia 1 III mit 256 GByte Flashspeicher, das Xperia 5 III mit 128 GByte.

(rbr)