SpaceX-Explosion: Behörde findet keinen Verstoß, nächster Start in Vorbereitung

Die FAA findet keine Sicherheitsverstöße bei der explosiv gescheiterten Landung des Starship SN9. Starship SN10 könnte noch diese Woche zum Testflug abheben.

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Zeichnung eines Starship

Zeichnung des Starship

(Bild: SpaceX)

Von
  • Frank Schräer

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat ihre Ermittlungen zur missglückten Landung des letzten Starship-Prototypen abgeschlossen. Das hat die FAA mitgeteilt.SpaceX SN9 ist demnach im Rahmen der Sicherheitsvorschriften explodiert. Weder die Öffentlichkeit noch öffentliches Eigentum wurden gefährdet. Damit ist der Weg frei für den Start des nächsten Starship-Prototypen SN10.

Im Dezember zerbarst das SpaceX-Starhip SN8 bei der Landung seines ersten Testfluges. Anfang Februar ereilte SN9 das selbe Schicksal: SpaxeX' Starhip zerschellte erneut bei der Landung. Die Federal Aviation Administration (FAA) als Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten hat daraufhin routinemäßige Untersuchungen aufgenommen.

Nach etwas mehr als zwei Wochen wurden diese nun abgeschlossen. Wie CNN-Reporterin Jackie Wattles unter Berufung auf eine FAA-Information berichtet, hat die Behörde keine Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften festgestellt.

Der nächste Prototyp steht schon bereit. SpaceX hatte das SN10 selbstbewusst schon neben die Start- und Landerampe des SN9 gestellt. Soweit aus den Bildern der Liveübertragung ersichtlich, dürfte die Explosion des SN9 seinem Nachfolger SN10 keine größeren Schäden zugefügt haben.

Nach Abschluss der FAA-Ermittlungen steht dem Start des Starship SN10 prinzipiell nichts mehr im Wege. Die FAA muss lediglich noch einige aktualisierte Lizenzen genehmigen. SpaceX-Gründer Elon Musk erklärte auf Twitter, dass ein Start diese Woche sehr wahrscheinlich sei.

Ziel der Arbeiten am Starship ist ein Raumschiff, das kurzfristig wiederverwendbar ist und bis zu dreimal täglich oder 1000 Mal pro Jahr fliegen kann. Jedes dieser Raumschiffe soll 150 Tonnen Fracht ins All fliegen und 50 Tonnen Fracht zur Erde bringen können.

Dazu sind leistungsfähige Raketenantriebe notwendig. Die SpaceX Starship-Prototypen SN8, SN9 und SN10 verfügen über jeweils drei Raptor-Triebwerke. Das endgültige Starship für den produktiven Einsatz soll sechs Raketenantriebe besitzen. SN8 und SN9 sind zwar erfolgreich gestartet und haben bei ihren Testflügen mehr als zehn Kilometer Höhe erreicht, ihre Landungen jedoch nicht gemeistert.

(fds)