Spanisches Atomkraftwerk Trillo nach Brand am Haupttransformator abgeschaltet

Ein Brand am Haupttransformator in dem AKW 80 km nordöstlich von Madrid führte zur automatischen Abschaltung.

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(Bild: cnat.es)

Das spanische Atomkraftwerk Trillo wurde in der Nacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag automatisch abgeschaltet, nachdem am Haupttransformator für die externe Stromversorgung ein Feuer ausgebrochen war. Das geht aus einer Mitteilung der spanischen Atomaufsicht Consejo de Seguridad Nuclear (CSN). Der Brand habe etwa 15 Minuten gedauert und die Sicherheitssysteme nicht beeinträchtigt, weder Menschen noch die Umwelt seien zu Schaden gekommen.

Wie für Notfälle vorgesehen, habe der Betreiber Centrales Nucleares Almaraz-Trillo eine Vorwarnung ausgegeben, heißt es in der CSN-Mitteilung. Nachdem überprüft worden sei, ob das Kraftwerk wie vorgesehen abgeschaltet wurde, die Hauptpumpe in Betrieb ist und alle Sicherheitsfunktionen gewährleistet sind, wurde nach etwa zweieinhalb Stunden die Vorwarnung wieder aufgehoben und der Vorfall der Internationalen Atomenergie-Organisation gemeldet. Der Vorfall wurde auf der siebenstufigen internationalen Skala für nukleare und radiologische Ereignisse (INES) vorläufig auf Stufe 0 eingeordnet.

Das Atomkraftwerk Trillo liegt etwa 80 Kilometer nordöstlich von Madrid. 1988 ging der Druckwasserreaktor in Betrieb, er hat eine elektrische Nettoleistung von etwa 1000 MW. In Spanien produzieren zurzeit zehn Reaktoren Strom. Der bis dato letzte Vorfall, der der IAEA gemeldet wurde, war ein Störfall im finnischen Atomreaktor Olkiluoto 2 im Dezember vorigen Jahres. Auch dieser landete auf der INES-Skale auf Stufe 0.

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Seit März 1984 ist Block C des AKW im bayerischen Gundremmingen in Betrieb. Block A war von 1967 bis 1977 in Betrieb. Der 1984 ans Netz gegangene Block B wurde am 31. Dezember 2017 abgeschaltet, Block C – ebenfalls 1984 in Betrieb genommen – folgte Ende 2021. (Bild: kkw-gundremmingen.de)

(anw)