Speicherhersteller SK Hynix: Umsatzrekord dank Schweinezyklus

Dank gestiegener Speicherpreise im dritten Quartal 2021 warf SK Hynix' SSD-Sparte wieder Gewinn ab. Auch der DRAM-Sparte geht es gut.

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(Bild: SK Hynix)

Von
  • Mark Mantel

Der weltweit zweitgrößte Speicherhersteller SK Hynix hat im vergangenen dritten Quartal 2021 den höchsten Umsatz in der Firmengeschichte erwirtschaftet. Rund 11,8 Billionen Won setzte SK Hynix um, nach dem aktuellen Währungskurs umgerechnet 8,7 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 45 Prozent. Gut 3,3 Billionen Won blieben als Gewinn übrig, umgerechnet etwas mehr als 2,4 Milliarden Euro – eine Verdreifachung zum Vorjahr.

Zuletzt lief das Jahr 2018 so gut für SK Hynix: Damals waren insbesondere DRAM-Bausteine deutlich teurer, etwa DDR4-Module. Im dritten Quartal 2018 setzte das Unternehmen 11,4 Billionen Won um, mit 4,7 Billionen Won war der Gewinn damals dank des teuren Speichers allerdings deutlich höher.

Derzeit befinden wir uns im sogenannten Schweinezyklus wieder im Aufschwung, was zu steigenden Speicherpreisen führt. Die Preise entwickeln sich ausgehend von Angebot, Nachfrage und neuen Fertigungstechniken sinuskurvenartig – momentan laut SK Hynix angetrieben durch die Nachfrage bei Smartphones und Rechenzentren. Dem Finanzchef Kevin Noh zufolge stieg der Durchschnittspreis von DRAM-Bausteinen innerhalb eines Quartals um 10 Prozent, jener von NAND-Flash, etwa für SSDs, um 20 Prozent. Nach roten Zahlen in den vorangegangenen Monaten erwirtschaftete die NAND-Flash-Sparte somit wieder Gewinn.

Parallel zur steigenden Nachfrage konnte SK Hynix die Produktionskosten durch eine verbesserte Ausbeute in den eigenen Halbleiterwerken verringern. Künftig will die Firma mehr Geld in die Forschung und Entwicklung von Speicher sowie in den Ausbau der eigenen Halbleiterwerke stecken: "In Zukunft wird SK Hynix seine Forschungs- und Entwicklungsbasis ausbauen und sich zu einem weltweit führenden Halbleiterspeicherunternehmen entwickeln", sagte Noh.

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Zuwachs erhält SK Hynix zudem mit dem Aufkauf von Intels NAND-Flash-Sparte, deren erste Phase beide Unternehmen bis Ende 2021 abschließen wollen. Nur noch die chinesischen Kartellbehörden müssen demnach der Übernahme zustimmen. Die Börse hat die Bekanntgabe der Geschäftszahlen äußerst positiv aufgenommen: SK Hynix' Aktie stieg um 12 Prozent auf rund 84 Euro.

(mma)