Spieleentwicklung: Open 3D Engine erreicht erste Hauptversion

Die Cross-Plattform-3D-Engine für Spiele und Simulationen bringt neue Installationsmöglichkeiten für Linux und Windows. Unter Windows gilt sie nun als stabil.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 20 Beiträge

(Bild: Lord Beard/Shutterstock.com)

Von
  • Maika Möbus

Die Open 3D Foundation hat das Release von Open 3D Engine (O3DE) 21.11 vorgestellt. Hinter der unscheinbar wirkenden Versionsnummer verbirgt sich das erste Major Release der quelloffenen Engine für 3D-Inhalte. Windows-Nutzerinnen und -Nutzer erhalten damit die erste stabile Version. Unter Linux geht die 3D-Engine von der Developer-Preview- in die Preview-Phase über, und für beide Betriebssysteme steht eine vereinfachte Installationsmöglichkeit bereit.

Erst vor wenigen Monaten gab die Linux Foundation die Gründung der Open 3D Foundation bekannt, zu deren über 20 Mitgliedern Adobe, AWS und Red Hat zählen. In diesem Rahmen spendete AWS eine aktualisierte Version von Amazon Lumberyard als Basis für die neue Open 3D Engine (O3DE), die zunächst als Developer Preview erschien. Die nun veröffentlichte erste Hauptversion entstand unter der Mitwirkung von mehr als 250 Entwicklerinnen und Entwicklern.

Sie soll unter Linux und Windows die Installation beschleunigen: Sowohl eine native Version der 3D-Engine als Debian-Paket als auch ein verifizierter Windows-Installer stehen bereit. Daneben können Interessierte jeweils Nightly Development Builds ausprobieren.

Die 3D-Engine soll sich für die Entwicklung anspruchsvoller Spiele, sogenannter AAA Games, ebenso eignen wie für High-Fidelity-Simulationen und 3D-Welten in Kinoqualität. Dafür setzt O3DE unter anderem auf eine Echtzeit-Physics-Engine, auf einen erweiterbaren, visuellen 3D-Inhaltseditor und auf einen erweiterbaren Multi-Threaded-Renderer. Wer mit der 3D-Entwicklung loslegen möchte, findet im Learning Guide (Video-)Tutorials.

Da O3DE modular aufgebaut ist – die einzelnen Komponenten heißen Gems –, lassen sich die benötigten Bestandteile spezifisch auswählen. Durch Community-getriebene Gems lassen sich beispielsweise KI- und Robotik-Funktionen hinzufügen, und auch eine Anbindung an die Cloud ist durch bereitstehende oder das Erstellen eigener Gems möglich.

Alle weiteren Informationen zu O3DE 21.11 sind im offiziellen Blog festgehalten. Der Quellcode der Apache-2.0-lizenzierten 3D-Engine unter Verwaltung der Linux Foundation ist auf GitHub zu finden.

(mai)