Spielemesse: Blizzard sagt die Blizzcon 2021 ab

Wie 2020 wird auch die Blizzcon 2021 ausfallen. Stattdessen will Blizzard Anfang 2022 ein Stream-Event veranstalten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 2 Beiträge

Blizzconline statt Blizzcon: Auch 2021 wird Blizzard Hausmese in Anaheim ausfallen, um Anfang 2022 als rein digitales Event nachgeholt zu werden.

Von
  • Daniel Herbig

Auch 2021 wird die Blizzcon nicht stattfinden: Blizzard hat der Hausmesse, die üblicherweise im November im kalifornischen Anaheim ausgetragen wird, wegen der Coronapandemie eine Absage erteilt. Stattdessen will Blizzard Anfang 2022 ein rein digital stattfindendes Ersatzevent veranstalten.

Damit verfolgt das Kult-Entwicklerstudio dieselbe Strategie wie 2020: Weil die Blizzcon 2020 ins Wasser fiel, holte Blizzard die Ankündigungen und Trailer-Vorstellungen 2021 in einem Online-Stream nach, den das Unternehmen "Blizzconline" taufte. Gezeigt wurden auf der Ersatz-Blizzcon etwa "Diablo 2 Resurrected" sowie neue Trailer zu "Diablo 4", "Overwatch 2" und "WoW Classic".

Damit fällt eine weitere Präsenzveranstaltung der Spielebranche ins Wasser: Zuvor hatten auch die E3 in Los Angeles und die Gamescom in Köln das Handtuch vor der Coronakrise geworfen. Die Veranstalter der Gamescom, Koelnmesse und der Branchenverband game, hatten bis Anfang Mai an einem hybriden Messekonzept festgehalten, bevor schließlich auf ein rein digitales Modell umgestellt wurde.

Lesen Sie auch

Die E3 war 2020 sogar komplett ausgefallen. Das führte dazu, dass zahlreiche Entwicklerstudios und Spielepublisher eigene Online-Veranstaltungen rund um ihre Titel austrugen. Für viele Außenstehende war der Unterschied zur regulären E3 damit kaum erkennbar. In diesem Jahr wird die E3 rein online stattfinden. Das bedeutet wohl: Livestreams wie 2020, aber dieses Mal mit offiziellem E3-Schriftzug.

Obwohl die wichtigsten Spielemessen auch 2021 nur eingeschränkt stattfinden können, geht es der Spielebranche in Coronazeiten hervorragend: Unternehmen wie Sony und Nintendo fahren Rekordumsätze ein, der deutsche Spielemarkt wuchs im Corona-Jahr 2020 um 32 Prozent.

(dahe)