Sponsored Tiles: Firefox testet Werbung auf der Startseite

Öffnet man einen neuen Tab, zeigt Firefox künftig Werbung an. Noch wird die Funktion getestet. Sie kann auch generell abgestellt werden.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 154 Beiträge

(Bild: Sundry Photography/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Firefox bekommt neue Plätze für Werbung. Die Sponsored Shortcuts oder Sponsored Tiles genannten Anzeigen erscheinen auf der Startseite, öffnet man einen neuen Tab. Noch ist es eine experimentelle Funktion, die sich zudem ausschalten lässt.

Laut Mozilla sieht zunächst nur ein kleiner Prozentsatz die Werbung. Wie diese Menschen ausgewählt wurden, bleibt dabei unklar. Gemeinsam mit einem Werbepartner werden die Plätze auf der Startseite gefüllt. Erst ein Klick auf eine Anzeige bringt Mozilla Geld ein.

Partner ist derzeit adMarketplace. Dazu heißt es im Mozilla-Blogbeitrag: "Privatsphäre ist fundamental für Mozillas Mission, und wir arbeiten nur mit Werbepartnern zusammen, die unseren Standards für Firefox entsprechen." Klickt jemand auf eine Anzeige, überträgt der Browser "anonymisierte technische Daten" über einen Mozilla-Proxy, dessen Code auf Github verfügbar ist. Zu den übertragenen Daten gehören keine personalisierbaren Informationen und Identifizierungsmöglichkeiten.

Einzelne Kacheln lassen sich löschen. Dafür hat jede Anzeige ein drei-Punkte-Menü in der rechten oberen Ecke. Dahinter verbergen sich die Optionen, die Anzeige zu entfernen, sie in einem neuen Fenster oder einem neuen, privaten Fenster zu öffnen sowie mehr über Sponsor und die eigene Privatsphäre zu erfahren.

Um die gesamte Funktion zu löschen, also keine Werbung angezeigt zu bekommen, gibt es in den Firefox-Einstellungen zu den Vorlieben die Möglichkeit. Unter Home können die Sponsored Shortcuts abgewählt werden.

Mozilla hat seit einiger Zeit finanziell zu kämpfen. Vergangenes Jahr mussten einzelne Dienste in den Ruhestand geschickt werden, auch einige Mitarbeiter wurden entlassen – es folgte eine Umstrukturierung. Dafür startete erst kürzlich Mozillas VPN in Deutschland, ein Dienst, mit dem sich das Unternehmen erhofft, Geld zu verdienen.

Lesen Sie auch

(emw)