Spotify: Podcaster sollen Inhalte künftig kostenpflichtig anbieten können

Auch auf Spotify sollen Podcaster ihre Inhalte zu Geld machen können. Im Gegensatz zu Apples Modell soll dabei aber keine Provision anfallen.

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(Bild: norazaminayob/Shutterstock.com)

Von
  • Daniel Herbig

Auch auf Spotify könnte es künftig kostenpflichtige Podcasts geben: Die Option soll für Partner in der kommenden Woche vorgestellt werden, berichten mehrere US-Medien. Damit bekämen Podcaster erstmals die Möglichkeit, ihre Inhalte auf Spotify direkt zu Geld zu machen.

Ein ähnliches Modell hat Apple erst vor wenigen Tagen angekündigt: Podcast-Ersteller sollen mit "Apple Podcasts Subscriptions" bezahlte Podcasts in Apples App anbieten können. Die Preise für die Angebote können die Podcaster bei Apple selbst bestimmen, der Tech-Konzern verlangt wie in seinem App Store allerdings eine Provision: Anbieter zahlen im ersten Jahr 30 Prozent, ab dem zweiten Jahr 15 Prozent an Apple,

Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge sollen für Spotifys Podcast-Abos dagegen keine Gebühren für die Inhaltsersteller anfallen. Podcaster würden demnach die kompletten Einkünfte, die sie mit ihren Inhalten umsetzen, behalten dürfen. Unklar ist noch, wie Spotifys Dienst genau aussehen wird. So ist etwa nicht bekannt, ob für das Zahlen für Podcasts ein Spotify-Abonnement zwingend notwendig ist. Das schwedische Unternehmen hat sich bisher nicht zu den Medienberichten um die Podcast-Abos geäußert.

Dass Spotify tatsächlich keine Provision verlangen wird, gilt aber alleine aufgrund der Vorgeschichte des Unternehmens als wahrscheinlich: Spotify hat Apple wegen seiner Provisionsforderungen im Apple Store wiederholt unfaire Wettbewerbspraxis vorgeworfen und bei der EU sogar Kartellbeschwerden gegen den Tech-Riesen eingelegt. Apple zieht nicht nur für App-Verkäufe eine Provision ein, sondern auch für in den Apps abgeschlossene Abonnements – aus diesem Grund kann man in der Spotify-App für iOS keine Abonnements abschließen.

(dahe)