Starlink: Satelliten-Schüssel stellt bei Hitze die Arbeit ein

Im Süden der USA können die Temperaturen im Sommer schon einmal über 40 Grad Celsius steigen. Wer Starlink nutzt, steht dann womöglich ohne Internet da.

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(Bild: Krasula/Shutterstock.com)

Von
  • Martin Holland

Die Satellitenschüsseln für das Satelliten-Internet Starlink funktionieren nur zwischen -30 und +40 Grad Celsius und für erste Nutzerinnen und Nutzer in den USA wird das während des aktuell laufenden Betatests bereits zum Problem. So teilte ein Nutzer aus dem US-Bundesstaat Arizona am Dienstag auf Reddit einen Screenshot aus der zugehörigen App, demzufolge das System wegen Überhitzung heruntergefahren wurde. Dabei sei es gerade einmal Mittag und mit den 44 Grad Celsius noch nicht einmal die erwartete Höchsttemperatur von 48 Grad Celsius erreicht. Ein anderer User bestätigte die Beobachtung. Abhilfe leistete demnach eine – anhaltende – Abkühlung der Antenne durch einen Wassersprinkler.

Das Satelliten-Internet Starlink wird seit Ende 2019 aufgebaut und soll in unterversorgten Regionen einen schnellen Internetzugang ermöglichen, wo Anschlüsse über konventionelle Technik nicht wirtschaftlich sind oder aus anderen Gründen nicht anliegen. Gegenwärtig läuft für das Angebot ein öffentlicher Betatest – dabei werden mindestens 100 MBit/s im Downstream und 20 MBit/s im Upstream versprochen. Im Februar hatte es geheißen, dass das Angebot in den USA und darüber hinaus bereits mehr als 10.000 Nutzer und Nutzerinnen hat, Hunderttausende haben Interesse an einem Zugang signalisiert. Wer einen ergattert hat, benötigt eine kleine beheizbare Antenne, die sich mit den Satelliten verbindet, einen WLAN-Router liefert SpaceX mit.

Genau diese Antenne kommt nun wohl in Teilen der USA nicht mit dem Wetter zurecht, auch wenn unklar ist, wie weit verbreitet die Probleme sind. ArsTechnica zitiert SpaceX mit der Angabe, dass die Schüssel nur bei Temperaturen zwischen -30 und +40 Grad Celsius funktionieren soll – eigentlich eine ziemlich breite Spanne. Vor allem im Süden der USA reicht das aber nicht aus, dort können die Temperaturen im Sommer deutlich darüber liegen. Weil die Wasserkühlung keine Dauerlösung ist, will der betroffene Tester nun ausprobieren, ob er einen Schattenspender aufstellen kann, ohne die Empfangsleistung zu beeinträchtigen, sagte er dem US-Magazin. Außerdem könnte die Schüssel auf einem erhöhten Standort möglicherweise nicht ganz so heiß werden, das wolle er ebenfalls ausprobieren. Genau für solche Analysen sind Betatests gedacht, aber sobald Starlink breiter verfügbar ist, sollte die Technik extremere Temperaturen aushalten können.

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(mho)