Statistik der Woche: Für drei Kernkraftwerke ist zum Jahresende Schluss

Der Atomausstieg schreitet in Deutschland weiter voran. Unterdessen entstehen in anderen Ländern neue AKW, wie unsere Infografik zeigt.

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Atomausstieg
Von
  • Mathias Brandt

Vor 20 Jahren war Kernenergie für fast ein Drittel des erzeugten Stroms verantwortlich. 2020 belief sich der Atomstromanteil nur noch auf rund elf Prozent. Bald schon wird es mit der deutschen Kernenergie ganz vorbei sein.

Statistik der Woche

(Bild: 

shutterstock/3dmask

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In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Wie die Statista-Grafik zeigt werden Ende des Jahres die Reaktoren in Brokdorf, Grohnde und Gundremmingen C vom Netz gehen. Die verbleibenden Meiler, Neckarwestheim 2, Isar 2 und Emsland werden in einem Jahr folgen. Global gesehen ist Kernkraft aber noch lange nicht abgehakt, wie Daten der World Nuclear Association zeigen.

Demnach werden aktuell 57 Reaktoren gebaut – davon 35 in Asien und 15 in Europa. Weitere 102 Reaktoren befinden sich in der Planungsphase. Auch hier sind wiederum asiatische Staaten, allen voran China und Indien, besonders stark vertreten.

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Aus der Sicht von Atombefürwortern, müssten die Bauaktivtäten wohl aber noch deutlich ausgeweitet werden. Denn von den weltweit 441 aktiven Kernkraftreaktoren sind etwa zwei Drittel älter als 30 Jahre. Das zeigt sich auch in unserer Nachbarschaft: Neun Kernkraftwerke mit zusammen 20 aktiven Reaktoren befinden sich Nahe der deutschen Grenze – davon sind nur das französische KKW Chooz und das tschechische KKW Temelín relativ neu.

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Seit März 1984 ist Block C des AKW im bayerischen Gundremmingen in Betrieb. Block A war von 1967 bis 1977 in Betrieb. Der 1984 ans Netz gegangene Block B wurde am 31. Dezember 2017 abgeschaltet, Block C – ebenfalls 1984 in Betrieb genommen – folgte Ende 2021. (Bild: kkw-gundremmingen.de)

(jle)