Ubisoft: "Anno 2070" und "Assassin’s Creed Liberation" bleiben auf Steam

Ein Warnhinweis auf Steam kündigte das Aus von mehreren Ubisoft-Spielen auf der Valve-Plattform an. Ubisoft widerspricht: Die Titel sollen spielbar bleiben.

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(Bild: Ubisoft)

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Von
  • Daniel Herbig

"Anno 2070" und "Assassin’s Creed Liberation" bleiben auf Steam: Ein Warnhinweis, der das Aus für die Spiele auf Steam für den 1. September angekündigt hatte, war laut Ubisoft ein Fehler. Lediglich Online-Komponenten der Spiele gehen demnach ab dem Stichtag verloren.

"Bitte beachten Sie, dass dieser Titel nach dem 1. September nicht mehr zugänglich sein wird", hieß es bis Montagnacht auf den Steam-Seiten mehrerer Ubisoft-Spiele. Die betroffenen Titel wurden auf Steam bereits nicht mehr zum Verkauf angeboten. Doch die Formulierung legte nahe, dass die Spiele gar nicht mehr spielbar sein würden – auch dann nicht, wenn man sie bereits in der Bibliothek hatte.

"Aktuelle Besitzer dieser Spiele werden weiterhin auf sie zugreifen, sie spielen und sie neu herunterladen können", teilte Ubisoft nun aber mit. Wie es zu der Kommunikationspanne auf Steam kommen konnte, ist nicht klar. "Unsere Teams arbeiten mit unseren Partnern, um diese Informationen in allen Stores zu aktualisieren", schreibt Ubisoft.

Mittlerweile hat Steam den Löschhinweis entfernt. "DLC für dieses Produkt und Online-Elemente werden zum 1. September nicht mehr verfügbar sein", schreibt Valve jetzt stattdessen. "Das Basisspiel wird weiterhin spielbar sein."

"Anno 2070", "Assassin's Creed Liberation HD" und "Silent Hunter 5" stehen auf der Liste von Spielen, deren Online-Services Ubisoft zum 1. September abschalten möchte. Dadurch verlieren User den Zugang zu Mehrspielerkomponenten und einigen DLCs. Wegen der irreführenden Hinweise auf Steam beklagten sich nun Hunderte Spiele-Fans in den sozialen Medien über Ubisofts vermeintliches Vorgehen, bei Steam hagelte es Negativrezensionen für betroffene Produkte.

Dass Spiele aus dem Steam-Store entfernt werden, ist keine Seltenheit: Jüngst nahm Epic Games etwa sein Online-Spiel "Fall Guys" aus dem Verkauf bei Valves Spieleplattform. Fast immer bleiben die Titel in solchen Fällen aber spielbar und werden teilweise sogar mit Updates versorgt.

Dass aber Spiele auf Steam auch aus den Bibliotheken von Käuferinnen und Käufern gelöscht werden, ist bislang eine absolute Ausnahme. 2013 wurde das Online-Spiele "Order Of War: Challenge" komplett gelöscht, berichtet Forbes. Weitere Fälle von namhaften Spielen sind aber nicht bekannt. Bei Steam kauft man Spiele nicht direkt, sondern persönliche Lizenzen für deren Nutzung. Dass Valve oder ein Publisher diese Spiele jederzeit entfernen kann, ist von den Nutzungsbedingungen gedeckt. Solche Einschränkungen treffen oft auch auf Datenträger verkaufte Spiele mit DRM zu.

Update

Ubisoft hat mitgeteilt, dass die Titel mit Löschvermerk doch auf Steam spielbar bleiben sollen. Bei dem Hinweis handele es sich um einen Fehler. Der Artikel wurde entsprechend überarbeitet.

(dahe)