Steigende Coronazahlen: Apple schiebt Büropflicht angeblich auf

Apple-Mitarbeiter können wohl länger im Homeoffice bleiben. Manche fordern generelles Homeoffice, man dürfe Pandemie-Besorgte nicht zurück ins Büro zwingen.

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Internetnutzung im Café

(Bild: dpa, Robert Schlesinger/Archiv)

Von
  • Leo Becker

Wegen der Verbreitung von Corona-Varianten und steigenden Infektionszahlen will Apple wohl die große Rückkehr in die Büros verschieben: Statt schon im September sollen Mitarbeiter nach derzeitigem Stand voraussichtlich frühestens ab Oktober wieder vor Ort am Arbeitsplatz erscheinen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf informierte Personen berichtet. Apple sieht vor, dass Angestellte dann wieder für mindestens drei feste Wochentage im Büro präsent sind.

Apple plane nun zudem, Mitarbeiter rund vier Wochen vorab zu informieren, bevor diese wieder vor Ort präsent sein müssen, wie Bloomberg erläutert. Apple sei damit einer der ersten großen US-IT-Riesen, der die Rückkehr zu einer Vor-Corona-Normalität aufschiebe.

Schon der ursprüngliche Aufruf zur Rückkehr ins Büro hatte intern bei Apple für ungewöhnlich großen und öffentlichen Widerstand gesorgt. Eine Reihe von Mitarbeitern forderten mehr Flexibilität ein sowie die Option, auch längerfristig im Homeoffice verbleiben zu dürfen. Apple ist diesem Wunsch bislang nicht nachgekommen, es sei nun sogar noch schwerer als vor der Pandemie geworden, eine Ausnahmegenehmigung für Heimarbeit zu erhalten, hieß es jüngst.

In einer neuen Petition fordern Angestellte jetzt erneut, auch längerfristig ganz im Homeoffice verbleiben zu dürfen – für mindestens ein Jahr. Es sei zu früh, über Covid-19 besorgte Mitarbeiter "zurück ins Büro zu zwingen", heißt es in dem von Recode veröffentlichten Schreiben an Apples Führungsspitze. Der Konzern solle sowohl eine Homeoffice-Option für Mitarbeiter bieten, die wegen Pandemiesorgen noch zu Hause arbeiten wollen oder dort besser arbeiten können, als auch für Angestellte, deren "Lebenssituation" mit dem Pendeln ins Büro inzwischen inkompatibel ist.

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Das Wohnen und Leben im Silicon Valley gilt inzwischen auch für Gutverdiener als kaum mehr bezahlbar, oft müssen lange Pendelzeiten in Kauf genommen werden. Apple steuert bereits mit Milliardeninvestitionen gegen, die mehr bezahlbaren Wohnraum in Kalifornien schaffen sollen, zugleich scheint sich der Konzern etwas von der Zentrale in Cupertino zu lösen und Firmeneinrichtigungen in anderen US-Bundesstaaten und Ländern auszubauen.

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(lbe)