Streaming-Dienst TV+: Apple zieht angeblich Werbeunterbrechungen in Betracht

Apple erwägt offenbar, Videoinhalte auch durch Werbung zu mo­ne­ta­ri­sie­ren. Eine Vermarktung der Werbeplätze bei TV+ ist einem Bericht zufolge in Arbeit.

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Apple TV

(Bild: Shutterstock.com/Lebedev Yury)

Von
  • Leo Becker

Ähnlich wie die Streaming-Konkurrenz will offenbar auch Apple das Streaming-Geschäft durch Werbeeinnahmen polstern: Manager des Konzerns haben in den vergangenen Wochen Gespräche mit Mediaagenturen über Werbemöglichkeiten bei Apple TV+ aufgenommen, wie das Branchenmagazin Digiday unter Verweis auf informierte Personen berichtet, weitere Verhandlungen seien anberaumt. Apples Werbechef macht zudem die Runde bei Managern von Fernsehsendern, heißt es.

Apple schwebe unter anderem eine Werbeplattform vor, wie sie in Online-Diensten wie Suche oder App Store gängig ist, hört man aus der Branche. Werbeschaltende Unternehmen und Mediaagenturen könnten Anzeigen dann auf der Plattform platzieren und eine bestimmte Zielgruppe festlegen, verfügbare Werbeplätze könnten dann automatisch gefüllt werden. Stellenanzeigen zufolge baut Apple eine eigene sogenannte "Demand Side Platform" auf, über die Werbetreibende künftig ihre Anzeigen platzieren könnten.

Wann und in welcher Form Werbung auf Apple TV+ erscheinen soll, bleibt vorerst allerdings offen. Apple bewirbt bei seinem Streaming-Dienst bislang nur andere hauseigene Serien und Filme und integriert Werbepausen beim Streaming von Sportereignissen; letztgenannte Werbeplätze werden aktuell aber noch von der jeweiligen Liga vermarktet, merkt Digiday an. Möglicherweise will Apple weitere Sportinhalte künftig selbst per Werbung monetarisieren. Ob auch Werbeunterbrechungen in Serien und Spielfilmen vorgesehen sind, ist unklar.

Branchenriesen wie Netflix und Disney+ setzen inzwischen auf billigere Streaming-Abos mit Werbeunterbrechungen, ob Apple dieser Strategie folgt, bleibt ebenfalls abzuwarten. Mit einem Abopreis von 5 Euro pro Monat ist TV+ deutlich billiger als die Konkurrenz, allerdings ist der Katalog auch erheblich kleiner. Eine Preiserhöhung hat Apple bislang nicht vorgenommen, zu Beginn war der Dienst für Hardware-Käufer lange Zeit kostenlos.

Das Werbegeschäft bringt Apple Schätzungen zufolge inzwischen mehrere Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr ein und soll weiter wachsen. Am prominentesten ist es bislang im App Store zu sehen, dort können App-Anbieter an immer mehr Plätzen Werbung schalten.

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(lbe)