Streaming-Plattform: Apache Kafka 2.6 verspricht höhere Performance

Das Update des Big-Data-Frameworks liefert eine Reihe von Verbesserungen für mehr Leistung und führt Client Quota APIs zur vereinfachten Quotas-Verwaltung ein.

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Von
  • Matthias Parbel

Die Apache Software Foundation hat Version 2.6 von Apache Kafka offiziell freigegeben. Das Update des auf die Echtzeitverarbeitung großer Datenmengen ausgelegten Message Broker enthält nicht nur eine Reihe von Fehlerbereinigungen, sondern auch verschiedene Verbesserungen, die Anwendern höhere Leistung versprechen. Darüber hinaus finden sich im Release auch neue Funktionen wie Client Quota APIs im Admin Client.

Die im Kafka Improvement Proposal KIP-546 formulierten Maßnahmen zur Verbesserung des Quota-Management im Admin Client sehen unter anderen Client Quota APIs vor, die das Entwicklerteam nun in Kafka 2.6 hinzugefügt hat. Während Quotas bisher auf jede beliebige Kombination von Benutzer und Kunde abbilden konnten, haben Anwender über die native API und das neue Kommandozeilenwerkzeug kafka-client-quotas.sh nun die Möglichkeit, detailliertere Einstellungen vorzunehmen. Quota-Konfigurationseinträge beispielsweise lassen sich damit einfacher bearbeiten und festlegen, welche Einträge hinzugefügt, aktualisiert oder gegebenenfalls entfernt werden sollen.

Von den Maßnahmen zu Verbesserung der Performance sollen unter anderem Kafka-Installationen profitieren, bei denen der Broker mit einer hohen Zahl von Partitionen umgehen muss. So habe das Team die Abschaltleistung des Brokers durch verzögerten Zugriff auf den Offset- und Zeitindex spürbar verbessert. Außerdem sollen Beeinträchtigungen durch den Einsatz von Kompression bei den Producern verringert worden sein. Die Arbeit mit Access Control Lists (ACL) soll schneller laufen und zudem weniger Speicher benötigen. Darüber hinaus sei auch die Speicherbelegung in anderen Bereichen des Brokers reduziert worden.

Das Video bietet einen kompakten Überblick zu Apache Kafka 2.6

Kafka 2.6 ist nun auch bereit für Java 14 und mit Blick auf das Release 3.0 schreiten offenbar die Arbeiten voran, ZooKeeper vollständig durch ein selbstverwaltetes Metadaten-Quorum zu ersetzen. Das dafür neu integrierte Raft-Protokoll steht bereits für eine erste Begutachtung zur Verfügung.

Mehr Details und einen vollständigen Überblick sämtlicher Neuerungen liefern der Confluent-Blogbeitrag zur Ankündigung der neuen Version sowie die Release Notes zu Apache Kafka 2.6.

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