Streetscooter: Rückruf wegen Brandgefahr

Das Startup der Deutsche Post ruft rund 12.000 Elektrolieferwagen zurück, da es wohl zu mehreren Bränden kam.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 133 Beiträge

Streetscooter der Deutschen Post können 650 Kilo Fracht transportieren und haben eine Reichweite von 80 bis 90 Kilometern.

(Bild: dpa, Oliver Berg)

Von

Einst als Vorzeigebeispiel für Elektromobilität sind zuletzt vom Streetscooter weniger gute Nachrichten zu hören. Jetzt muss die Deutsche-Post-Tochter Streetscooter GmbH gut 12.000 Elektro-LKWs wegen Brandgefahr zurückrufen, wie der Rückrufdatenbank des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) zu entnehmen ist. Darüber hatte zuerst Focus Online berichtet.

Laut der Meldung beim Kraftfahrtbundesamtes kann es "aufgrund einer Beschädigung des Niedervoltspannungsladegeräts sowie Korrosion im Kabelkanal zu einer Rauch- und Hitzeentwicklung und damit Schmor- und Brandschäden kommen." Fast alle der zurückgerufenen Autos sind in Deutschland zugelassen.

Halter eines der betroffenen Elektrotransporter sollten ihr Fahrzeug umgehend zu einer autorisierten Werkstatt bringen. Laut Angaben des Post-Sprechers gegenüber Focus Online, hatte Streetscooter die Mängel festgestellt und selbst dem Kraftfahrtbundesamt gemeldet. In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Bränden an Streetscootern. Ursache sei bei zwei Bränden in 2018 das Fehlen einer Verschweißung im Bereich der Batterie gewesen.

Bereits im Februar hatte die Deutsche Post angekündigt, die Produktion ihrer Streetscooter-Elektrofahrzeuge einzustellen. Die Deutsche Post hatte weder geschafft Streetscooter profitabel zu betreiben noch an einen Investor zu verkaufen.

(ktn)