Studie: Autohersteller verdienen global derzeit prächtig

Für die Autohersteller laufen die Geschäfte momentan weltweit insgesamt ausgezeichnet. Doch die konjunkturellen Aussichten trüben sich ein.

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VW ID.3

Die Eintrübungen der Konjunktur werden vor allem die Massenhersteller treffen, heißt es in der Studie von EY.

(Bild: VW)

Von
  • Martin Franz
  • mit Material der dpa
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Die Autoindustrie hat harte Zeiten hinter sich: Erst brach durch die Pandemie die Nachfrage ein, und als diese wieder anzog, konnten die Hersteller durch den Teilemangel nicht wie gewünscht liefern. Das führte einerseits zum Umsatzeinbrüchen, andererseits zu einer Steigerung von Gewinn pro Fahrzeug. Denn die Hersteller bauten vorrangig die margenstarken Modelle. Langsam zeichnet sich eine Normalisierung von Angebot und Nachfrage ab. Die Frage ist allerdings, wie lange diese anhalten wird, denn die konjunkturellen Aussichten trüben sich gerade ein.

Das dürfte vor allem die Massenhersteller treffen. Sie könnten im kommenden Jahr unter Druck geraten. "Wir erleben gerade, dass breite Bevölkerungsschichten in wichtigen Absatzmärkten erhebliche Kaufkraftverluste hinnehmen müssen. Das heißt, dass immer weniger Menschen sich ein neues Auto leisten können oder wollen", meint Peter Fuß von der Beratungsgesellschaft EY. Herstellern von teuren Autos werde es hingegen eher gelingen, Rabattschlachten zu vermeiden.

Noch aber ist davon nichts in Sicht – ganz im Gegenteil: Die größten Autohersteller machen derzeit Rekordgewinne. "Unterm Strich war das dritte Quartal 2022 trotz der abflauenden Konjunktur und einer sehr schwierigen geopolitischen Lage für die Autoindustrie ein Traumquartal", sagte Constantin Gall, Leiter der Mobilitätssparte Westeuropa bei EY. Die Versorgung mit Halbleitern verbessere sich langsam und gerade die Nachfrage nach Premium-Fahrzeugen sei weiter hoch.

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In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres lagen sowohl der Gesamtgewinn als auch der Gesamtumsatz der 16 analysierten Unternehmen auf dem höchsten Stand, der je in diesem Zeitraum verzeichnet wurde. Beim operativen Gewinn hatte Mercedes-Benz weltweit die Nase vorn und lag mit rund 5,2 Milliarden Euro deutlich vor Volkswagen, die mit 4,3 Milliarden Euro an zweiter Stelle rangierten. BMW lag mit 3,7 Milliarden Euro auf Rang fünf. Toyota hingegen schwächelte und musste einen Gewinnrückgang von 25 Prozent hinnehmen.

Auch im zuletzt zurückhaltenden chinesischen Markt ging es für die Autohersteller wieder bergauf. Beim Absatz legten die deutschen Hersteller um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, nachdem sich die Zahlen zuletzt eher rückläufig entwickelt hatten. Am stärksten wuchs Mercedes-Benz mit einem Plus von 67 Prozent. Allerdings musste die Marke zuletzt für die Elektroautos EQE und EQS in China die Preise senken.

(mfz)