Studie: Deutsche konsumieren täglich über sieben Stunden Medien

Streamingdienste werden zwar beliebter, aber das klassische Fernsehen ist bei der Mediennutzung weiter unangefochten in Führung. Das zeigt eine Studie.

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(Bild: Haris Mm/Shutterstock.com)

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  • Martin Holland

Die Deutschen konsumieren jeden Tag im Schnitt über sieben Stunden Medien, also Videos, Audioinhalte und Texte. Das geht aus einer Studie hervor, die die ARD/ZDF-Forschungskommission in Auftrag gegeben hat. Demnach sind Bewegtbildinhalte und dabei vor allem das klassische Fernsehen unangefochtene Spitzenreiter, auch wenn Streamingdienste zulegen. Menschen ab 14 Jahren verbringen damit insgesamt über 220 Minuten täglich. Dahinter folgen Audioinhalte mit fast 180 Minuten und weit abgeschlagen Texte mit rund 50 Minuten. Die Nutzungsanteile innerhalb der einzelnen Mediengattungen haben sich demnach in den vergangenen Jahren verschoben.

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Der Studie zufolge ist das klassische Fernsehprogramm (beziehungsweise Aufnahmen davon) noch immer unangefochtener Spitzenreiter, 71 Prozent des Konsums von Videos entfallen darauf. Den Rest teilten sich Mediatheken (5 Prozent nach 2 Prozent im Jahr 2018), Streamingdienste (16 Prozent nach 8 Prozent vor drei Jahren) und sonstige Internetangebote (8 Prozent nach 5 Prozent) untereinander auf. Bei Audioinhalten dominiert das Radio mit 75 Prozent (nach 77 Prozent im Jahr 2018) deutlich vor Podcasts (3 Prozent), Streamingdiensten (18 Prozent nach 10 Prozent 2018). Der Anteil von CDs, LPs, MP3s und Downloads ist demnach von 10 Prozent des täglichen Audiokonsums im Jahr 2018 auf nunmehr 4 Prozent gesunken.

Eine gedruckte Zeitung oder Zeitschrift wird von nur noch 58 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche gelesen, heißt es weiterhin. Aber 75 Prozent der Erwachsenen lesen demnach Artikel in digitaler Form. Bei den öffentlich-rechtlichen Auftraggebern der Studie freut man sich derweil, dass 81 Prozent der Menschen davon ausgehen, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk unverzichtbar bleiben werde. Gegenüber den privaten läge dessen Stärke vor allem bei der journalistischen Qualität und bei der Relevanz der Inhalte, habe die Befragung ergeben.

Übersicht über die Nutzungsanteile bei Video und Audio

(Bild: GIM im Auftrag der ARD/ZDF-Forschungskommission)

Für die Studie wurden 2001 Personen ab 14 Jahren in Deutschland zwischen Januar und April per Telefon befragt. Die Studie ist repräsentativ für die rund 70 Millionen Menschen in dieser Bevölkerungsgruppe.

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(mho)