Studie: Küstenautobahn A20 wird teurer als geplant

Der geplante Bau der A20 könnte sich einer Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz zufolge massiv verteuern.

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Ein Teil der Küstenautobahn A20 ist seit vielen Jahren schon in Betrieb.

(Bild: Darkone CC-by-sa-2.5)

Von
  • dpa

Die Kosten für das Neubauprojekt seien im Bundesverkehrswegeplan 2030 gravierend unterschätzt worden, heißt es in der Analyse, die der Verband an diesem Dienstag (12. Januar 2021) in Hannover vorstellen will. Demnach könnten die Gesamtkosten rund doppelt so teuer werden wie geplant: Statt 3,7 mindestens 7 Milliarden Euro. Aufgrund dieser Kostensteigerung sei die Autobahn „eindeutig unwirtschaftlich“, kritisierte der BUND. Zudem zerstöre das Vorhaben die Natur und schade dem Klima. Die A20 soll eines Tages die Niederlande, Norddeutschland und Polen verbinden.

Mit 121 Kilometern auf niedersächsischer Seite zählt sie zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten des Bundeslands. Seit langem endet die vom polnischen Stettin kommende Autobahn aber östlich von Bad Segeberg in Schleswig-Holstein. Über den Bau wird immer wieder gestritten. Klagen verzögern den Beginn des ersten, 13 Kilometer langen Abschnitts in Niedersachsen von der A28 bei Westerstede (Kreis Ammerland) bis zur A29 bei Jaderberg.

Im November 2020 war bereits bekannt geworden, dass das Vorhaben auf niedersächsischer Seite deutlich teurer werden könnte. Die Trasse von Westerstede bis zum neuen Elbtunnel bei Drochtersen (Kreis Stade) könnte sich demnach um 357,5 Millionen Euro verteuern, wie das Bundesverkehrsministerium auf eine Grünen-Anfrage mitteilte. Es bezifferte die genehmigten Mittel für die acht Bauabschnitte auf knapp 2,6 Milliarden. Hochgerechnet sei für die A 20 von Kosten von mehr als 2,9 Milliarden auszugehen. Das Ministerium verwies damals auf gestiegene Baupreise.

(mfz)