Studie: Sicherheit ist Entscheidungsträgern zu komplex

Zwei aktuelle Studien beleuchten die IT-Sicherheit in Unternehmen. Die Befragten sehen sich immer mehr Bedrohungen ausgesetzt und investieren kräftig.

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(Bild: HAKINMHAN / Shutterstock.com)

Von
  • Moritz Förster

Gut die Hälfte aller Unternehmen erwartet, dass sie in den nächsten zwölf Monaten einen Endpoint- oder IoT-Angriff überstehen müssen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Cybersecurity Insiders für Pulse Secure, die gleichzeitig feststellt, dass Firmen im vergangenen Jahr einen Anstieg von fast 72 Prozent solcher Attacken registriert haben.

Malware führt die Liste der meistgenannten Bedenken mit 78 Prozent an, 61 Prozent der Befragten sehen im Fernzugriff ein Risiko und gestohlene Zugangsdaten befürchten 58 Prozent. Ihren Schwachstellen bei den Clients und der IoT meinen 43 Prozent nur mit teilweise oder wenig geeigneten Mitteln nachgehen zu können.

In derselben Zeit wuchs in Deutschland der Markt für IT-Sicherheit deutlich, wie der Branchenverband Bitkom feststellt. 5,2 Milliarden Euro wurden in Deutschland für Hardware, Software und Dienstleistungen ausgegeben – wobei letztere mit 55 Prozent den größten Anteil stellen. Im Vergleich zum vormaligen Rekordjahr 2019 wuchsen die Ausgaben um 5,6 Prozent.

Pulse Secure blickt in die Zukunft und stellt fest, dass 41 Prozent der Befragten in Netzwerkzugangskontrollen für Clients investieren wollen. 35 Prozent wollen letztere stärker prüfen und 22 Prozent ihre IoT-Geräte besser identifizieren und überwachen können. Unter den Angriffen leidet insbesondere die Produktivität von Nutzern und der IT, Systemausfälle folgen an dritter Stelle.

Auch fragte die Studie ab, warum es in Sachen IT-Sicherheit nicht besser läuft. Knapp die Hälfte der Befragten meinte, sie seien unzureichend vor neuen Bedrohungen geschützt, fast ebenso vielen ist die Bereitstellung und der Betrieb einer passenden Infrastruktur zu komplex. 40 Prozent gaben an, sie seien nicht dazu in der Lage, die Zugangs- und Nutzungsrichtlinien für Endpunkte und IoT-Geräte durchzusetzen.

An der Befragung nahmen 325 Entscheidungsträger für die IT-Sicherheit aus dem Finanzbereich, Gesundheitswesen, der Fertigung, der nicht näher definierten Hightech-Branche, von Behörden und dem Bildungswesen teil. Alle Ergebnisse der Studie finden Leser auf pulsesecure.net.

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(fo)