Studie: Verbraucher kaufen im Internet am liebsten auf Rechnung

Rechnung, Paypal und Lastschrift bleiben die wichtigsten Zahlverfahren im Online-Handel. Zudem hinken viele Händler bei der PSD2-Umsetzung hinterher.

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(Bild: KellySHUTSTOC / Shutterstock.com)

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Die Verbraucher in Deutschland kaufen im Internet nach wie vor am liebsten auf Rechnung ein und zahlen damit erst nach Wareneingang. Fast ein Drittel aller Online-Käufe (32,8 Prozent) wurden 2019 per Rechnung bezahlt, wie das Kölner Handelsforschungsinstitut EHI am Dienstag berichtete. Das seien noch einmal 1,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Ein Grund für den Anstieg sei möglicherweise, dass der US-Internetgigant Amazon für diese Zahlungsart aktiv bei seiner Kundschaft geworben habe. Platz zwei im Beliebtheitsranking der Zahlungsarten im Internet belegte PayPal mit 20,2 Prozent – auch das eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Auf dem dritten Platz lag das Lastschriftverfahren. Sein Anteil am Gesamtmarkt sank allerdings um 1,2 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent. Nur 10,5 Prozent der Einkäufe wurden mit Kreditkarten bezahlt.

(Bild: EHI)

Alle anderen Zahlungsarten wie Einkäufe auf Vorkasse, Sofortüberweisungen oder Nachnahme spielten eine untergeordnete Rolle. Auch Paydirekt, der als Paypal-Alternative gedachte Bezahldienst der deutschen Banken, wird von EHI zusammen mit anderen Bezahlformen nur unter Sonstige geführt – wobei der Gesamtanteil der Sonstigen bei 3,2 Prozent liegt.

Nachlegen sollten die Onlinehändler auf jeden Fall noch bei der Umsetzung der starken Kundenauthentifizierung (SCA), die die EU-Zahlungsrichtline PSD2 vorschreibt, erklärten die EHI-Experten. Bis Ende 2020 haben die Bankenaufsichten dem Handel die Frist dafür verlängert. Doch bislang habe rund die Hälfte der befragten Händler noch nicht auf die neueste Version des Kartenzahlungsstandards EMV 3D Secure umgestellt, der die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Eine weitere Fristverlängerung für den deutschen Onlinehandel sei aber nicht zu erwarten. (Mit Material der dpa) /

(axk)