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Stundenlange AWS-Probleme stören zahlreiche Webseiten

Probleme bei Amazon Web Services im Osten der USA betreffen viele Online-Dienste und Webseiten. Manuelles Scaling mag helfen.

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Ethernet-Kabel

(Bild: anystock/Shutterstock.com)

Update
Von
  • Daniel AJ Sokolov

Amazon Web Services (AWS) leiden in der Region US-EAST-1 unter umfangreichen Störungen. Das zieht eine lange Reihe von Webseiten, Apps, Streamingdiensten und so weiter in Mitleidenschaft, die auf AWS-Dienstleistungen bauen. Die Probleme haben am späten Mittwochnachmittag begonnen, AWS arbeitet an der Behebung. Es dürfte allerdings auch danach noch Stunden dauern, bis sich alles wieder eingependelt hat.

Kern der Störungen sind Probleme bei AWS' Kinesis Data Streams API. Diese API kommt bei zahlreichen AWS-Diensten zum Einsatz, die damit entweder selbst gestört sind, oder die zwar funktionieren, aber falsche Informationen über ihren Zustand anzeigen können. Letzteres ist beispielsweise bei EC2-Instanzen der Fall. Für Kunden deren AutoScaling nicht so tut wie es soll, verweist AWS auf die Möglichkeit manueller Anpassungen in AutoScaling Groups.

Stand der Störungen bei AWS in Nordamerika um ca 23 Uhr MEZ

(Bild: AWS/Screenshot)

Die Liste der beeinträchtigten Online-Angebote ist lang. Zu dem Prominenten zählen etwa 1Password, Adobe Spark, Autodesk, Coinbase, Flickr, Meetup, Pokémon Go, Roku, RSS Podcasting und die Washington Post. Je nach Struktur beschränken sich die Probleme auf bestimmte Erdregionen. Beispielsweise ist Adobe Spark nach eigenen Angaben in Nord-, Mittel- und Südamerika betroffen. Während die Adobe-Angebote Data Science Workspace und Data Foundation nach viereinhalb Stunden wieder auf Trab gebracht waren, dauern die Schwierigkeiten bezüglich Behance, Lightroom, InDesign, Portfolio, Spark, XD auch nach sieben Stunden noch an.

Nach Angaben Amazons vom Mittwochabend sind folgende AWS-Dienste gestört: ACM, Amplify Console, API Gateway, AppMesh, AppStream2, AppSync, Athena, AWS Signer, Batch, CodeArtifact, CodeGuru Profiler, CodeGuru Reviewer, CloudFormation, CloudMap, CloudTrail, Cognito, Connect, DynamoDB, Elastic Beanstalk, EventBridge, Glue, IoT Services, Lambda, LEX, Macie, Managed Blockchain, Marketplace, MediaLive, MediaConvert, Personalize, RDS Performance Insights, Rekognition, Resource Groups, SageMaker, Support Console, Well Architected und Workspaces.

Außerdem gab es knapp zwei Stunden lang erhöhte Fehlerraten bei der AWS Web Application Firewall in der Region EU-WEST-1.

[Update] Schrittweise bessert Amazon die Situation. Seit 7:30 Uhr MEZ waren Kinsesis Data Streams wieder aus dem Internet erreichbar. Nutzer die über Zugänge für ihre Virtuelle Private Cloud zugreifen, müssen sich noch etwas gedulden. Der Dienst CloudWatch zur Erfassung des Zustands von Cloud-Instanzen erholt sich ebenfalls schrittweise was neue Daten anbelangt. Den Rückstau abzuarbeiten wird dauern.

Stand der Störungen bei AWS in Nordamerika um ca 8:45 Uhr MEZ. Sieht schon besser aus.

(Bild: AWS/Screenshot)

[/Update]

(ds)