Stuttgarter Innenstadt bekommt 30 Überwachungskameras

Der Stuttgarter Gemeinderat hat einem Vorschlag der Stadtverwaltung zugestimmt, zentrale Plätze der Stadt mit Videokameras zu überwachen.

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Ein Schaufenster in der Stuttgart Innenstadt nach der Krawallnacht.

(Bild: dpa / Silas Stein)

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Die Stuttgarter Polizei soll in wochenendlichen Nächten einen besseren Überblick über das Geschehen auf öffentlichen Plätzen in der Innenstadt bekommen. Der Stuttgarter Gemeinderat hat deshalb zugestimmt, dass "bestimmte Bereiche der City" vorübergehend mit etwa 30 Videokameras überwacht werden. Oberbürgermeister Fritz Kuhn hatte dem von der Stadtverwaltung stammenden Vorschlag zugestimmt.

Vor gut einem Monat hatte es in der Stuttgarter Innenstadt Ausschreitungen gegeben. Die Polizei nahm inzwischen etwa 50 mutmaßliche Randalierer fest, 19 Polizeibeamte wurden verletzt. 30 Geschäfte und Einrichtungen wurden durch Einschlagen von Türen und Fensterscheiben teilweise erheblich beschädigt.

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Die Videoüberwachung soll etwa eine Million Euro kosten, geht aus einer Mitteilung des Gemeinderats hervor. Die Kameras sollen an Wochenenden und an Nächten auf Feiertage den Oberen Schlossgarten und den Schlossplatz, den Kleinen Schlossplatz, die Zugangsbereiche der Stadtbahnhaltestellen Schlossplatz, Charlottenplatz und Hauptbahnhof sowie die Arnulf-Klett-Passage erfassen.

Der Gemeinderat will künftig halbjährlich auf der Basis einer polizeilichen Lageeinschätzung neu über den Fortgang der Videoüberwachung entscheiden. Zunächst soll sich eine Projektgruppe um technische, datenschutzrechtliche und örtliche Aspekte kümmern. Zu klären ist auch, wann die Kameras in Betrieb gehen könnten.

(anw)