Update der Suchmaschine: Google will weniger Clickbait

Statt SEO: Von Menschen für Menschen. Unter diesem Slogan vertreibt Google sein "hilfreiche Inhalte Update" für die Suchmaschine.

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 35 Beiträge

(Bild: BigTunaOnline/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Google möchte mal wieder die Suche verbessern und startet ein "helpful content update". Dieses Mal steht der Kampf gegen Clickbaiting ganz oben auf der Liste. Seiten, die nur zusammenkopierte Inhalte und Suchmaschinen-gerechte Schlagworte beinhalten, sollen schlechter gerankt werden, als Seiten, die "von Menschen für Menschen" gemacht wurden. Suchmaschinenoptimierte Seiten werden also von der Suchmaschine eventuell schlechter bewertet. Die eigenen Richtlinien für Search Engine Optimization (SEO) sind freilich nicht betroffen, hält man diese ein, verbessert das weiterhin die Sichtbarkeit – übererfüllt man sie, könnte es dann aber doch problematisch werden.

Zwar erklärt Google ausführlich, wie und wem das Update helfen soll und was Seitenbetreiber inhaltlich machen können, technisch bleiben die Informationen, wie üblich bei Googles Updates, aber aus. Das Update gibt ers am Montag zunächst für die englischsprachige Suche.

Als relevanten Inhalt eingestuft und damit priorisiert behandelt, werden dann Ergebnisse aus den Bereichen Bildung, Kunst, Unterhaltung, Shopping und Inhalte mit Technikbezug, heißt es im Google Blogbeitrag. Diese müssen möglichst "unique" sein. Um herauszufinden, welche Ergebnisse als hilfreich von den Suchenden eingestuft werden, hat Google nach eigenen Angaben Tausende Qualitätstests gemacht.

Das Update beschreibt Google mit folgendem Beispiel: Bei der Suche nach einem Film sollen einzigartige Ergebnisse angezeigt werden, statt Seiten, die andere Inhalte zusammenkopieren und damit keinen eigenen und neuen Einblick geben.

Bereits seit vergangenem Jahr laufen mehrere Updates, die sich um Produktbewertungen kümmern – dabei soll sichergestellt werden, dass es sich um echte Bewertungen handelt. Google kündigt bereits an, dass auch hier in den kommenden Wochen weitere Änderungen folgen.

Für Webseitenbetreiber hat Google eine Liste mit Fragen erstellt, deren Beantwortung mit Ja oder Nein jeweils vor- oder nachteilhaft ist. Am besten mit Ja zu beantworten sind etwa, "Hat deine Seite ein primäres Ziel oder einen Fokus?" sowie "Hinterlässt das Lesen deiner Seite ein befriedigendes Gefühl?". Zudem gibt es den Verweis auf Googles grundsätzliche Richtlinien zum Erstellen von Webseiten sowie die Core Web Vitals – darunter verbergen sich mehrere Anforderungen an Webseiten, um besser gerankt zu werden.

Nicht so gut werden übrigens Seiten von Google bewerten, bei denen die Ersteller auf folgende Fragen mit Ja antworten: "Benutzt du ausgiebige Automatismen, um deine Seite mit verschiedenen Themen zu befüllen?" und "Lässt dein Inhalt Leser zurück, mit dem Gefühl, weiter suchen zu müssen, um bessere Ergebnisse zu bekommen?".

(emw)