Surface Laptop 4: Neues Microsoft-Notebook mit AMD Ryzen oder Intel Core i

Microsoft hat den Surface Laptop renoviert: In der vierten Generation gibt es das Notebook nun sowohl in 13,5- als auch 15-Zoll-Modell mit AMD- oder Intel-CPU.

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Surface Laptop 4 mit 13,5- und 15-Zoll-Bildschirm

(Bild: Microsoft)

Von
  • Florian Müssig

Microsoft lässt die vierte Generation seines Notebooks Surface Laptop vom Stapel. Weder am Design (Vollmetall oder mit Handballenablage aus Alcantara) noch an den beiden Größen (3:2-Touchscreen mit 13,5 Zoll oder 15 Zoll Diagonale) hat sich beim Schritt von Laptop 3 zu Laptop 4 etwas geändert – wohl aber beim Innenleben: Es kommen nun Intel-Prozessoren der elften Core-i-Generation oder AMD-Chips der Ryzen-4000U-Familie zum Einsatz.

Letzteres mag erstaunen, da AMD im Januar 2021 bereits Ryzen 5000U angekündigt hat. Doch bei Microsoft kam Ryzen 4000U mit bis zu acht CPU-Kernen bislang nämlich noch nicht zum Einsatz; stattdessen wurde der Surface Laptop 3 weiterhin mit betagten Vierkernern der Ryzen-3000-Generation verkauft. Wie im Laptop 3 nutzt Microsoft im Laptop 4 erneut spezielle CPU-Modelle, die andere Hersteller nicht verwenden. Selbst AMDs Webseite kennt die von Microsoft eingebauten Ryzen 5 4680U (sechs Zen-2-Kerne) und Ryzen 7 4980U (acht Zen-2-Kerne) noch nicht.

Microsoft bietet beide Laptop-Größen mit Prozessoren beider Hersteller an, segmentiert aber preislich und anhand anderer Ausstattungsmerkmale. So gibt es den Surface Laptop 4 13,5 Zollen ab 1130 Euro mit Ryzen 5, 8 GByte Arbeitsspeicher und 256er-SSD. Mit doppelt so viel Arbeitsspeicher sind 1350 Euro aufgerufen, doch wer mehr Speicherplatz wünscht, muss zum kleinsten Intel-Modell (i5, 8 GByte) greifen, das für 1450 Euro mit einer 512-GByte-SSD daherkommt. Der Maximalausbau ist mit Core i7, 1-TByte-SSD und 32 GByte Arbeitsspeicher bei 2550 Euro erreicht.

Beim Surface Laptop 4 15 Zoll sieht es ähnlich aus: Mit Ryzen 7 sind zwischen 1450 Euro (8 GByte, 256er-SSD) und 1850 Euro (16 GByte, 512er-SSD) aufgerufen, während es mit Core i7 (16 GByte, 512er-SSD) erst bei 1950 Euro losgeht. Maximal werden 2700 Euro fällig (32 GByte, 1-TByte-SSD).

Microsoft verkauft den Surface Laptop 4 in mehreren Farben und mit unterschiedlichen Materialien bei den Handballenablagen.

(Bild: Microsoft)

Für Unternehmenskunden, die den Surface Laptop 4 im B2B-Geschäft bei Microsoft oder über Systemhäuser bestellen, gibt es mehr Auswahl – etwa den 13,5-Zöller mit Ryzen 7 und 512er-SSD oder günstigere i5-Varianten mit kleiner SSD. Zudem ist bei allen Businessmodellen Windows 10 Pro statt Home vorinstalliert.

Wie beim Surface Laptop 3 kann die SSD auch beim Surface Laptop 4 gewechselt werden, wenngleich Microsofts Garantiebedingungen vorschreiben, dass der Austausch qualifizierten Technikern vorbehalten ist. Die Prozessoren und die durchgängig verwendete LPDDR4X-Speicherchips sind grundsätzlich aufgelötet; das WLAN-Modul ist mit Wi-Fi-6-Unterstützung auf der Höhe der Zeit.

Zu den Schnittstellen zählen ein analoger Audio-Ausgang sowie je eine USB-Buchse im Typ-A- und Typ-C-Format. Letztere ist Docking-fähig, aber ohne Thunderbolt-Unterstützung. Microsofts optionale hauseigene Dockingstation Surface Dock 2 findet wie das mitgelieferte Netzteil am magnetischen Surface Connector Anschluss. Bei den Laufzeitangaben liegen die AMD-Modelle jeweils vor den Intel-Varianten: Für den 13,5-Zöller gibt Microsoft maximal 19 beziehungsweise 17 Stunden an, beim 15-Zöller 17,5 beziehungsweise 16,5 Stunden.

Microsoft nimmt ab sofort Bestellungen des Surface Laptop 4 entgegen; die Auslieferung soll am 27. April beginnen. Wer als Privatkunde bis zum Verkaufsstart ein Exemplar vorbestellt, bekommt die auffälligen True-Wireless-Kopfhörer Surface EarBuds kostenlos dazu.

Zu anderen Surface-Familien hatte Microsoft keine Neuigkeiten parat. Das Windows-Tablet Surface Pro gibt es seit Januar 2021 als Surface Pro 7+ mit überarbeitetem Innenleben, aber nur als B2B-Modell. Das Flaggschiff Surface Book wird weiterhin unverändert in der 2020er-Fassung (Surface Book 3) mit zehnter Core-i-Generation verkauft. Und zum Doppel-Bildschirm-Gerät Surface Neo gibt es ebenfalls keine offiziellen News mehr, weil sich zwischenzeitlich der Fokus des designierten Betriebssystems Windows 10X geändert hat. (mue)