Systemumstellung: Apobank mit massiven Störungen für Kunden

Bei der Apobank sind zahlreiche Dienste derzeit nicht verfügbar. Grund seien Probleme bei der IT-Umstellung.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 68 Beiträge
Systemumstellung: Apobank mit massiven Störungen für Kunden

(Bild: KellySHUTSTOC / Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Keine Bearbeitung von Daueraufträgen und Buchungsvorlagen, Geldautomaten funktionieren zum Teil nicht, mit der Kreditkarte Geld abzuheben ist generell derzeit nicht möglich und für das Aktivieren der neuen App war die Anleitung lückenhaft. Das scheinen nur einige Probleme der Apobank zu sein, die nach einer Systemumstellung aufgetaucht sind.

Kunden beschweren sich in sozialen Medien – und haben sich an heise online gewendet. Die Apobank selbst erklärt auf ihrer Webseite, dass es zu Einschränkungen kommt. Allerdings heißt es dort sehr grob, dass "einzelne Funktionen temporär nicht zur Verfügung" stünden. Man sei mit den "gängigsten Anbietern in Kontakt". Die Bankautomaten müssten sukzessive umgestellt werden, auch die für das Onlinebanking nötige Android-App sei noch nicht erschienen.

Die Apobank hat über das Pfingstwochenende auf die Software des Finanzdienstleisters Avaloq umgestellt. Das Portal Apotheke adhoc zitiert eine Sprecherin der Bank: Alles sei gut gelaufen, allerdings funktioniere noch nicht alles reibungslos.

Bereits 2017 hatte das Unternehmen den Auftrag der Bank bekannt gegeben: "Die Implementierung der Avaloq Banking Suite bei der Apobank wird gemeinsam durch DXC Technology, Orbium und Avaloq erfolgen." Michael Eberhardt, Vice President von DXC Technology sprach damals von einem Leuchtturmprojekt für sein Unternehmen. Einige Kunden dürften sich allerdings eher wie bei "Schiffe versenken" fühlen, denn sicher in den Hafen geleitet zu werden.

Die schweizer Finanzdienstwebseite Insider Paradeplatz warnte 2018 in einem Artikel, dass die Zusammenarbeit zwischen Apobank und Avaloq zu einem Waterloo werden könnte, da die beiden Unternehmen völlig unterschiedliche Erwartungen hatten: "Die Avaloq will ihre Standard-Lösung einführen, die Apobank verlangt eine genaue Kopie ihrer heutigen Spezialanforderungen."

Das US-Unternehmen DXC Technology fiel Anfang des Jahres auf, als bekannt wurde, dass durch einen Fehler in ihrer Software 1,26 Millionen dänische Identifikationsnummern in einer URL abrufbar waren und an integrierte Analysetools von Google und Adobe übertragen wurden.

(emw)