TSMC: US-Chipfertigung für Apple & Co. kommt nicht voran

Eine Fabrik in Arizona für fortgeschrittene Chips soll die Kapazitäten des Fertigers verbessern. Das Problem: Fachkräftemangel und Corona.

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iPhone-Platine mit A15 Bionic, hergestellt von TSMC.

(Bild: iFixIt)

Von
  • Ben Schwan

Apples Lieferkette hängt aktuell zentral von Taiwan ab: Dort werden die A- und M-Chips, die in nahezu allen Computersystemen des Konzerns – vom iPhone bis zum Mac – stecken, durch die Firma Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, kurz TSMC, gefertigt.

Um Engpässe und Probleme durch geopolitische Konflikte zu vermeiden, will TSMC künftig auch in den USA produzieren. Der geplante Großstandort in Arizona kommt aber nur schleppend voran. Einem Bericht zufolge leidet der Aufbau der Fabrik unter anderem an Fachkräftemangel – und zwar auch, weil schon der Konkurrent Intel vor Ort ist. Weiterhin scheint es negative Einflüsse durch die Corona-Pandemie zu geben.

Die Anlage sollte ursprünglich im September 2022 bezogen werden. Nun wurde der Termin auf März 2023 verschoben, berichtet die japanische Wirtschaftsnachrichtenagentur Nikkei. Die Verschiebung um ein halbes Jahr hat auch mit den politischen Gegebenheiten vor Ort zu tun.

So scheint sich TSMC mit der Lokalregierung noch nicht einig zu sein, welche Subventionen und Steuererleichterungen gewährt werden. Es fehlt zudem wohl noch an einzelnen Lizenzen und Genehmigungen für den Aufbau der Produktion. Außerdem sorgt ein weiteres Chipwerk in Arizona dafür, dass Ressourcen in dem Bundesstaat priorisiert werden: Jenes von Intel in Chandler. Die Anlage scheint zudem dafür zu sorgen, dass TSMC nicht ausreichend Personal findet. Die Taiwaner wollen Tausende Menschen beschäftigen, doch schon Intel hat 12.000 Mitarbeiter und sucht 3000 weitere. Die Region hat eine niedrige Arbeitslosenquote.

Weiterhin soll die Omikron-Variante des Coronavirus dafür gesorgt haben, dass es zu Verzögerungen kommt – bei der Bauausführung ebenso wie bei der Versorgung mit Material für den Bau der gigantischen Fabrik. Hier schlägt wohl die Lieferkettenproblematik in der nach wie vor bestehenden Chip-Krise voll durch.

Trotz der Probleme will TSMC mit seiner Produktion nach wie vor Anfang 2024 beginnen. Welche Chips genau hergestellt werden, ist noch unklar. Die US-Anlage soll fortgeschrittene SoCs herstellen und andere Chipaufträge annehmen können. Apple dürfte großes Interesse daran haben, sie zu nutzen.

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(bsc)