TV+: Apples Streaming-Dienst streicht langen Gratiszugang

TV+ muss bald unter Beweis stellen, ob Nutzer dafür bezahlen wollen. Mit Bundles und neuem Content will Apple Abonnenten halten.

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Apple TV+

(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

Die lange Gratisphase von Apples Streaming-Dienst TV+ geht zu Ende: Apple hat damit begonnen, Gratis-Zuschauer daran zu erinnern, dass ihr Abonnement bald kostenpflichtig wird. Eine erneute Verlängerung des kostenlosen Streaming-Zeitraums scheint damit nicht geplant.

Viele Apple-Kunden konnten den Streaming-Dienst seit dem Start vor knapp zwei Jahren kostenlos verwenden, weil der ursprünglich auf zwölf Monate angelegte Gratiszeitraum gleich zwei Mal verlängert wurde. Bei ersten Gratis-Abonnenten wird der Monatspreis von 5 Euro voraussichtlich ab August abgebucht, falls vorher keine Kündigung erfolgt. Das Probeabo verwandelt sich automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement.

Für Neukäufer von Apple-Hardware streicht der Hersteller die TV+-Gratisphase parallel zusammen: Statt wie bislang auf zwölf Monate erstreckt sich das kostenlose Abo beim Kauf von Hardware ab Anfang Juli nur noch auf drei Monate, wie Apple inzwischen im Kleingedruckten auf der Produktseite der TV-Box Apple TV vermerkt. Käufer von Apple-Geräten sollten ihr kostenloses Abo bei Interesse also bis spätestens Ende Juni einlösen, wenn sie noch den vollen Jahreszeitraum gratis erhalten wollen.

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Mit dem Bundle-Angebot Apple One, das neben TV+ weitere Dienste des Konzerns wie Apple Music und iCloud umfasst, hat sich Apple bereits auf das Ende der Gratisphase vorbereitet.

Zudem sollen neue Inhalte Abonnenten binden, für Spätsommer sind etwa die Veröffentlichung der zweiten Staffel von Zugpferden wie The Morning Show und Ted Lasso angesetzt, auch aufwendige Projekte wie die Umsetzung von Asimovs Foundation-Zyklus sind bereit für den Streaming-Start im Herbst. Im Unterschied zur Konkurrenz setzt Apple fast ausschließlich auf eigene Produktionen, den Einkauf von Filmen exklusiv für den eigenen Streaming-Dienst und Branchengrößen von Tom Hanks bis hin zu Martin Scorsese.

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(lbe)