Tata Motors kauft indische Ford-Fabrik

Der indische Hersteller Tata expandiert und kauft Ford eine Fabrik für Antriebsstränge ab, nachdem Ford sich vor einigen Monaten aus Indien zurückgezogen hat.

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Ein bisschen Show muss sein, dafür stellt Tata gern Studien wie die Sportcoupé-Studie Tata Racemo (2017) vor. Real ist der Konzern sehr erfolgreich in Indien.

(Bild: Sommer)

Von
  • Florian Pillau

Der in Indien beheimatete Autohersteller Tata Motors kauft die unmittelbar benachbarte Ford-Fabrik in Sanand im westindischen Bundesstaat Gujarat für Rs 725,7 Cr (indische Rupien, 725 Crores und 70 Lakhs, knapp 90 Millionen Euro). Dort hat Ford Antriebsstränge produziert, bevor man sich wegen Erfolglosigkeit aus Indien zurückzog.

Das meldet Tata heute und begründet den Schritt mit seinem "marktübertreffenden Wachstum in den letzten Jahren". Dieser Erfolg soll durch "proaktive Investitionen in Elektrofahrzeuge" weiter ausgebaut werden, was nur noch durch eine Vergrößerung der Produktionskapazität möglich sei. Sie liegt derzeit bei 300.000 Einheiten pro Jahr und soll sich auf auf 420.000 steigern lassen. Vereinbart wurde zudem eine Zusammenarbeit mit Ford, bei der das Werk an die bestehenden und kommenden Fahrzeugplattformen von Tata Motors angepasst werden soll.

Unter anderem im Besitz der auch in der ersten Welt erfolgreichen Automarken Jaguar und Land Rover ist Tata auch in Indien, Großbritannien, Südkorea, Thailand, Südafrika sowie Indonesien aktiv und vermarktet seine Fahrzeuge in Afrika, dem Nahen Osten, Süd- und Südostasien, Australien, Südamerika, Russland und anderen GUS-Staaten. Das Unternehmen betreibt Konstruktions- und F&E-Zentren in Indien, Großbritannien, den USA, Italien und Südkorea für seine "Pionierarbeit beim Übergang zu Elektrofahrzeugen".

(fpi)