Tech2go: Patienten forschen mit

Durch Smartphones, Apps und Sensoren lassen sich Patienten in medizinische Forschungsprojekte einbeziehen: Darum geht es in der neuen Folge des TR-Podcasts.

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(Bild: Grafik: Shutterstock/Good Studio, Montage: Technology Review)

Von
  • Jo Schilling

Citizen Scientists – Bürgerwissenschaftlerinnen und Bürgerwissenschaftler – werden für die Forschung immer wichtiger. Das gilt nicht nur für einfache Handreichungen wie etwa das Zählen von Singvögeln im Garten für biologische Forschungsprojekte, sondern mittlerweile mehr und mehr für die Medizinwissenschaft. Denn hier werden nun langsam die Menschen einbezogen, die besonders viel von seltenen, schweren und chronischen Krankheiten verstehen: die Patientinnen und Patienten selbst.

Was ist von solchen Forschungsprojekten zu erwarten? Sind die Ergebnisse tatsächlich so gut und sicher wie die aus der klassischen medizinischen Forschung und was kann Citizen Science in Zukunft noch bewegen? Um diese Fragen geht es in der neuen Folge von Tech2go, dem Podcast von Technology Review. Mit dabei sind zwei ausgewiesene Experten – Nils Heyen, Soziologe vom Fraunhofer ISI sowie Silvia Woll aus der Forschungsgruppe "Gesundheit und Technisierung des Lebens" des KIT.

MIT Technology Review Podcast

Redakteure des Innovationsmagazins Technology Review diskutieren über wichtige Fakten und bezeichnende Absurditäten, kleine Anekdoten und große Zusammenhänge.

Heyen geht bürgerwissenschaftlich einen besonderen Weg. Klasse statt Masse ist das Prinzip hinter seinem Projekt. Er sucht den persönlichen Kontakt zu Mukoviszidose-Patienten. Etwa 8000 Menschen leiden deutschlandweit an der seltenen Stoffwechselerkrankung, die vor allem die Atemwege und die Lunge angreift. Für Heyen sind sie "Experten für ihre Erkrankung", die er enger an die Forschung binden möchte.

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"Es ist unklar, ob diese Systeme an den tatsächlichen Bedarfen der Patienten orientiert sind und werden bislang weitgehend ohne deren Einbindung entwickelt", sagt Silvia Woll. Sie will Diabetes-Patienten dabei helfen, besser von ihren Insulin-Ausgabegeräten zu profitieren. Sie fragt zum Beispiel: Wie kann die neue Technik ihre Lebensqualität verbessern? Was bedeutet es, mit der Krankheit zu leben? Wo besteht Entwicklungsbedarf? All das könnte dann in neue oder verbesserte Produkte einfließen. Mehr dazu, wie Patienten bei der Forschung helfen, erzählen Woll und Heyen in der neuen Folge von Tech2go.

(bsc)