Technische Details zu Apples neuen Profi-GPUs

Der Hersteller hat Informationen zur Kompatibilität und weitere Infos zu den W6000-MPX-Modulen genannt. Wer ältere MPXe hat, muss aufpassen.

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Edel und teuer: Neues MPX-Modul.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Apple hat frische Infos zu den in der vergangenen Woche vorgestellten neuen Profi-Grafikkarten für seine Xeon-Workstation Mac Pro veröffentlicht. In insgesamt drei Supportdokumenten geht es um die Verwendung der drei MPX-Module mit Radeon Pro W6800X, W6800X Duo sowie W6900X. Weitere Konfigurationsoptionen gibt es beim Neukauf des Mac Pro.

Je nach Variante des erworbenen MPX-Moduls – diese kosten 3220, 5750 beziehungsweise 6900 Euro – lassen sich bis zu sechs Pro-Display-XDR-Bildschirme von Apple an den GPUs betreiben. Bei den Varianten W6800X und W6900X sind es jeweils drei 6K-Schirme (6016 mal 3384 Bildpunkte bei 60 Hertz), drei 5K-Schirme (5120 mal 2880 Bildpunkte bei 60 Hertz) oder sechs 4K-Schirme (3840 mal 2160 Bildpunkte bei 60 Hertz). Der Anschluss erfolgt dann über eine Kombination aus den zwei der mitgelieferten vier Thunderbolt-3-Ports am MPX-Modul (aufgeteilt in zwei Bussen) sowie einem der Thunderbolt-3-Ports an der Oberseite oder Rückseite (Apple I/O) des Mac Pro.

Beim Duo-Modul dürfen es besagte sechs 6K-Displays (6016 mal 3384 Bildpunkte, 60 Hertz), vier 5K-Displays oder gar acht 4K-Displays sein. Im ersten Fall hängen zwei Bildschirme an den vier Ports des MPX-Moduls (Bus 0 / Bus 1) sowie an der Oberseite des Mac Pro und an der Rückseite (Apple I/O). In der vierer Konfiguration nutzt man jeweils einen Thunderbolt-3-Port an Bus 0 und Bus 1 plus Oberseite und Apple I/O (Rückseite). Die Achter-4K-Konfigurationsvariante nutzt jeden vorhandenen Thunderbolt-3-Port an Mac und MPX-Modul. Mit zwei Duo-Modulen sind bis zu zehn Pro Display XDR, sechs 5K-Displays oder zwölf 4K-Displays möglich.

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Apple nutzt AMDs Infinity-Fabric-Link-Technik, die die Kommunikation zwischen den Modulen beschleunigen soll. So soll man etwa vier GPUs über zwei Duo-Module mit 84 GByte pro Sekunde pro Link in jeder Richtung (168 GByte pro Sekunde bidirektional) verbinden können. Das wäre dann fünfmal so flott wie über den PCIe-Bus. Das neue System bedingt allerdings, dass die neuen MPXe nicht mit älteren vorhandenen Modulen kompatibel sind. Man kann sie also nicht mit den Radeon-Pro-MPXen der letzten Generation kombinieren, diese muss man dann verkaufen oder in einem anderen Mac Pro weiterverwenden.

(bsc)