Telefónica Deutschland: Starke Nachfrage gleicht Covid-Delle aus

Zufriedenere Kunden und attraktive Tarife bescheren Telefónica Deutschland trotz Roaming-Verlusten eine stabile Geschäftsentwicklung.

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(Bild: Telefónica)

Von
  • Volker Briegleb

Telefonica Deutschland (O2) hat Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal stabil halten können. Zwar legten die Einnahmen aus Mobilfunk- und Festnetzverträgen stark zu, doch die Reisebeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie drücken die Roaming-Umsätze. Der Umsatz legte leicht auf 1,87 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten stieg um knapp ein Prozent auf 595 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte der Netzbetreiber: Umsatz und bereinigtes Betriebsergebnis sollen gegenüber dem Vorjahr stabil oder leicht höher ausfallen. "Wir haben uns im dritten Quartal erneut robust entwickelt", erklärte CEO Markus Haas. "Unser Kerngeschäft erweist sich inmitten einer gesamtwirtschaftlichen Rezession als sehr widerstandsfähig. Wir sind zuversichtlich, dass wir im Gesamtjahr unsere Ziele erreichen, auf die wir uns schon vor Ausbruch der Pandemie festgelegt haben."

Erstmals seit 2016 konnte Telefónica Deutschland wieder einen Nettogewinn von 390 Millionen Euro im Quartal ausweisen, im Vorjahreszeitraum fiel noch ein Verlust von 24 Millionen an. Während der aktuelle Nettogewinn maßgeblich auf den Verkauf von Antennenstandorten an die Konzernschwester Telxius zurückzuführen ist, sind die Verluste der vergangenen Quartale von Abschreibungen auf teure Frequenzen und die Fusion mit E-Plus bestimmt. Telefónica rechnet damit, dass diese Negativeffekte Ende des Jahres auslaufen.

In den vergangenen drei Monaten konnte Telefónica Deutschland den Angaben zufolge 308.000 Vertragskunden hinzugewinnen, die sich vor allem für O2-Tarife interessierten. Zudem lag die Abwanderungsrate auf einem historisch niedrigen Niveau von durchschnittlich 1,4 Prozent pro Monat. Diese Entwicklung sei unter anderem auf eine anhaltende Verbesserung bei der Kundenzufriedenheit bezüglich der Netzqualität und des Service zurückzuführen, teile das Unternehmen mit. Bei Prepaid-Karten konnte der Anbieter um 208.000 Anschlüsse zulegen. Insgesamt verzeichnet Telefónica Deutschland 44 Millionen Mobilfunkanschlüsse, von denen 42,7 Millionen von Menschen genutzt wurden.

(vbr)