Telefónica: Festnetz und Endgeräte halten Umsatz stabil

Die Corona-Pandemie drückt aber auch bei Telefónica Deutschland aufs Ergebnis – weniger Reisende bedeuten weniger Einnahmen durch Roaming.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 3 Beiträge

(Bild: Telefónica)

Von

Telefonica Deutschland (O2) hat in der Corona-Krise seine Erlöse stabil gehalten. Weil die Nachfrage nach Endgeräten im Onlinevertrieb überraschend stark ausfiel und auch schnelle Internetanschlüsse gefragt waren, sei der Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 0,3 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit.

"Den Effekten von Covid-19 konnten wir uns allerdings nicht ganz entziehen", sagte Vorstandschef Markus Haas. Im Mobilfunkservice ging der Umsatz um 3,3 Prozent zurück. Auch Rivale Vodafone hatte hier in Deutschland mit minus 3 Prozent deutlich an Geschäft verloren. Die Telekom legt ihre Zahlen noch vor.

Der O2-Mutter machte unter anderem zu schaffen, dass weniger Reisen mit weniger Roaming-Erlösen einhergingen und Prepaid-Karten nicht so häufig aufgeladen wurden. Im Juni habe sich das aber wieder positiver entwickelt. Kündigungen gingen in der Pandemie zurück, auch die Kernmarke O2 und viele Sim-Karten in vernetzten Geräten trugen zum Wachstum der Mobilfunkanschlüsse bei.

Beim operativen Ergebnis schlug sich die Pandemie deutlicher nieder. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie vor Sondereffekten sank es im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 552 Millionen Euro. Vor allem der Einbruch bei den lukrativen Roaming-Erlösen spielte eine Rolle. In den ersten sechs Monaten bezifferte das Unternehmen die Corona-Belastungen im Ergebnis auf 23 Millionen Euro, davon der weit überwiegende Teil im zweiten Quartal.

Unter dem Strich reduzierte Telefonica Deutschland den Nettoverlust von 49 Millionen Euro vor einem Jahr auf 18 Millionen Euro. Langsam laufen die erhöhten Abschreibungen aus, die das Unternehmen unter anderem für die vor rund 20 Jahren ersteigerten UMTS-Lizenzen vornehmen muss. Den Finanzausblick bestätigten die Münchener.

(vbr)