Telekom erweitert Test für hybriden LTE- und -5G-MagentaZuhause-Tarif

Die Telekom will das hybride MagentaZuhause-Angebot, das bisher auf LTE begrenzt war, um 5G erweitern und weitet dafür ihren Test aus.

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5G Symbolbild

(Bild: heise online/vbr)

Von
  • Marie-Claire Koch

Die Telekom will ihren hybriden MagentaZuhause-Tarif, der bisher auf LTE begrenzt war, mit 5G ergänzen und erweitert für diese Zwecke ihren bisher laufenden Test. Durch die Bündelung der vierten und fünften Generation des Mobilfunkstandards soll der Anschluss über mehr Bandbreite im Down- und Upload verfügen und auch bei erhöhter Datenlast schneller sein. Die erweiterte Testphase beginnt am 29. November und ist bis zum 31. August 2022 geplant.

Bei den aktuellen Hybrid-Routern für DSL und LTE ist der Mobilfunk direkt im Gerät integriert. Das funktioniert, da die niedrigen und mittleren Frequenzen von LTE um 1 GHz in Wohnungen vordringen können. Hohe 5G-Frequenzen mit etwa 3,6 GHz sorgen zwar für höhere Bandbreiten, haben durch das schwächere Empfangssignal aber eine geringere Reichweite. Dadurch erfordert die 5G-Technik einen zusätzlichen Empfänger – ein am Gebäude montiertes Antennenmodul.

(3 Bilder)

Mögliche Frequenzen Mobilfunkempfang (Bild: Telekom)

MagentaZuhause auf Basis von LTE (4G) bietet die Telekom bereits seit 2014 an. Neu ist die Frequenzkombination (Carrier Aggregation) mit 5G, die allerdings die Montage einer Außenantenne – durch Klemmen, Kleben oder Schrauben – erfordert. Erste Tester haben die Antenne bereits selbst montiert und laut eigenen Aussagen ihre Bandbreite erhöhen können. Über die Antenne ist außerdem die Aktivität von 5G oder LTE sichtbar.

Testen können den 4- und 5G-Anschluss alle, die über einen gelisteten DSL-Anschluss inklusive Speedport-Smart 4-Router, einem aktuellen Tarif und über 5G an ihrem Standort verfügen. Außerdem sollten künftige Tester bereit sein, sich für das Online-Forum "Telekom hilft" der Telekom zu registrieren und sich dort austauschen.

Aufgrund der Vermarktung von "MagentaZuhause Hybrid" hatte sich der inzwischen insolvente Konkurrent Viprinet Ende 2014 beschwert, da er mangels passender Vorleistungsprodukte nicht wirksam mit der Telekom konkurrieren konnte. Allerdings sah die Bundesnetzagentur bei der Telekom kein missbräuchliches Verhalten, da das “hohe Innovationspotential” der Hybrid-Anschlüsse die “entwicklungsbedingte Vorreitervorteile” rechtfertige.

(mack)