Telemedizin auf der Wiesn

Auf dem Oktoberfest München wurden bisher rund 40 Patienten mithilfe eines Telenotarztes und einer Datenbrille behandelt.

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Telemedizin auf der Wiesn

(Bild: Aicherambulanz)

Von
  • Marie-Claire Koch

Auf dem Oktoberfest München wurden bisher um die 40 Patientinnen und Patienten mithilfe eines Telenotarztes durch den Sanitätsdienst Aicher Ambulanz behandelt. Dabei kommt das System IRIS – Instant Remote Interactive Support – des US-Medizinunternehmens Stryker zum Einsatz. IRIS soll DSGVO-konform arbeiten und eine verschlüsselte Kommunikation über ein Headset zur erweiterten Realität ermöglichen.

Die Installation von Software ist dabei nicht notwendig, da IRIS auch Browser-basiert funktioniert. Die Datenübertragung soll auch in Gebieten mit geringer Bandbreite funktionieren – neben dem Mobilfunknetz und WLAN demnach auch über Satellitenempfang.

Während sich in einer Zentrale ein fest installierter Rechner befindet, sind es auf der mobilen Seite eine Einsatzbrille samt Monitor mit der Möglichkeit zur Audio- und Videoübertragung. Einsatzkräfte sollen sich mit dem in der Datenbrille integrierten Bildschirm Handlungsempfehlungen, Angaben zur Medikamentendosierung, Kontraindikationen und Nebenwirkungen anzeigen lassen können.

Das System soll keinen physisch anwesenden Notarzt ersetzen, sondern lediglich der Person, die sich am Ort des Geschehens befindet, über die Live-Videokonferenz Ratschläge geben und Fragen beantworten. Sofern es zu einem echten Notfall kommt, wird gemäß dem Bayerischen Rettungsdienstgesetz ein Notfallarzt rausgeschickt.

(mack)