Terminkonflikt: Blue Origin benennt 18-Jährigen als Astronauten-Ersatzmann

Der Gewinner der Auktion kann den Flug mit Jeff Bezos nicht antreten. Stattdessen fliegt ein Holländer als jüngster Mensch in den Weltraum.

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Blue Origin Kapsel

Blue Origin Kapsel

(Bild: Blue Origin)

Von
  • Frank Schräer

In wenigen Tagen wird Jeff Bezos beim ersten bemannten Flug Blue Origins ins Weltall an Bord sein, aber der Gewinner der Versteigerung musste absagen. Neben Bezos, seinem Bruder und der Pionierin Wally Funk wird stattdessen der erst 18-Jährige Niederländer Oliver Daemen mitfliegen. Der weiterhin anonyme Auktionsgewinner wird aufgrund von Terminproblemen bei einem späteren Flug einsteigen.

Das private Raumfahrtunternehmen des Amazon-Gründers wird nach Firmenmitteilung gleich zwei Altersrekorde brechen. Mit der 82-jährigen US-Pilotin Wally Funk und dem jungen Niederländer werden sowohl der älteste als auch der jüngste Mensch im Weltraum sein, wenn die Kapsel der Rakete "New Shepard" die international anerkannte Grenze zum Weltall in 100 Kilometern Höhe überquert (Kármán-Linie).

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Blue Origin hat das Ticket ins All für 28 Millionen US-Dollar versteigert, aber den vierten Platz in der Kapsel kann der Gewinner aus Termingründen nun nicht antreten, obwohl der Starttermin mit dem 20. Juli 2021 zuvor feststand. Seinen (oder ihren) Platz nimmt Oliver Daemen ein, ein junger Niederländer, der 2020 seine Schule abgeschlossen hat. Im September wird er sein Studium in Utrecht aufnehmen, aber hat sich ein Jahr freigenommen, um eine Pilotenlizenz zu erwerben.

Ein Sprechen Blue Origins erklärte die Auswahl Daemens gegenüber dem US-amerikanischen Sender CNBC. Demnach hat sein Vater, Chef einer niederländischen Kapital- und Investmentfirma, bei der Auktion mitgeboten. Er hat zwar nicht gewonnen, sich aber einen Platz beim zweiten Flug gesichert. Als der Platz im ersten Flug frei wurde, rückte Daemen vor und wird damit zum ersten zahlenden Kunden eines Weltraumfluges.

Der gesamte Betrag des Höchstgebots wird dem von Blue Origin gestifteten "Club for Future" gespendet. Diese Organisation möchte junge Generationen für MINT-Karrieren (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) begeistern. Die nächste Forschergeneration soll das zukünftige Leben im All entwerfen.

(fds)