Tesla: Batterien aus Grünheide bekommen modernen Zelltyp

Mit einem weiterentwickelten Zelltyp für Batterien in Elektroautos sollen die Leistungsdichte steigen und die Kosten sinken.

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Die Produktion des Tesla Model Y in Grünheide soll noch in diesem Jahr anlaufen. Die dortige Fertigung von Batteriezellen dürfte rasch folgen.

(Bild: Tesla)

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  • dpa

Tesla will in Grünheide nicht nur das Model Y bauen, sondern auch Batteriezellen fertigen. Dafür wird dort gerade eine zweite Fabrik hochgezogen. Geplant ist die Produktion eines neuen Zelltyps, der eine höhere Leistungsdichte hat. Die Herstellung von Trockenelektroden soll mit deutlich weniger Flächenverbrauch und Energieaufwand auskommen. Das würde die Kosten je Kilowattstunde Energiegehalt senken.

Die Reichweite soll mit dem neuen Zelltyp um 16 Prozent im Vergleich zu den bisherigen Zellen verlängert werden können. Dabei sollen insgesamt deutlich weniger Zellen ins Fahrzeug gebaut werden, aber wegen der höheren Leistungsfähigkeit erhöhe sich die Reichweite. Zunächst soll das Model Y in Grünheide mit den dort gefertigten Batterien beliefert werden, perspektivisch sollen sie unter anderem auch in Lkw eingesetzt werden. Beim Battery Day 2020 hatte Tesla-Chef Elon Musk im vergangenen Jahr bereits über Innovationen in der Batterietechnologie gesprochen und das Ziel von 100 Gigawattstunden pro Jahr oder mehr ausgegeben.

Effiziente und kostengünstige Batterien gelten als Voraussetzung dafür, dass sich die Elektromobilität im Massenmarkt durchsetzen kann. Bisher hinkt Europa bei der Fertigung von Batteriezellen für E-Autos vor allem Asien hinterher. Das Bundeswirtschaftsministerium reichte im Dezember 2020 bei der EU-Kommission Anträge zur Genehmigung von Fördermitteln für das zweite europäische Großprojekt zur Batteriezellfertigung ein. Dazu gehören laut Ministerium knapp 50 Unternehmen in 12 Staaten, darunter auch Tesla mit der geplanten Batteriefabrik.

Für das Batteriewerk in Brandenburg werden mehr als 1000 neue Mitarbeiter benötigt. Die Suche habe bereits begonnen. Dabei könnten auch Fachleute aus den Branchen Pharma, Lebensmittel-, Chemie-, Papier-, Druck-, Getränke- und Zigarettenindustrie eingesetzt werden. Wann die Batteriefabrik beantragt wird, ist bisher offen. Die Autofabrik soll nach den Plänen von Tesla im Juli 2021 mit der Produktion von Fahrzeugen beginnen. In einer ersten Phase sollen bis zu 500.000 Autos pro Jahr mit rund 12.000 Beschäftigten vom Band rollen.

Auch andere Autohersteller investieren massiv in Batteriefertigung. Volkswagen hatte im vergangenen Jahr bekannt gegeben, die Kapazität seiner geplanten Batteriezellfabrik in Salzgitter auf bis zu 24 Gigawattstunden pro Jahr aufzustocken. Der Konzern will mit dem schwedischen Partner Northvolt eine Fertigung für Batteriezellen in insgesamt drei Linien aufbauen, Produktionsanlauf in Salzgitter soll 2024 sein.

(mfz)