Tesla: Musk verkauft Aktienanteile im Wert von vier Milliarden Dollar

Elon Musk verkauft Tesla-Aktien im Wert von vier Milliarden US-Dollar. Ob die Transaktion im Zusammenhang mit dem umstrittenen Twitter-Kauf steht, ist unklar.

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Elektrofahrzeug Tesla S

(Bild: Maksim Safaniuk/Shutterstock.com)

Update
Von
  • Tobias Knaack
  • mit Material der dpa

Elon Musk verkauft weitere Aktien-Anteile des Elektroauto-Herstellers Tesla. Das berichtet unter anderem die deutsche Nachrichtenagentur dpa am Freitagmorgen. Der Gegenwert der Transaktion soll sich demnach auf rund vier Milliarden US-Dollar (etwa 3,8 Milliarden Euro) belaufen.

Er trennte sich dafür von rund 4,4 Millionen Tesla-Aktien, wie aus Unterlagen bei der Börsenaufsicht SEC hervorgeht. Danach seien keine weiteren Verkäufe mehr geplant, schrieb Musk in der Nacht zu Freitag bei Twitter.

Der Tesla-Chef nannte in den Unterlagen keine Gründe für den Aktienverkauf. Im vergangenen Herbst hatte er sich von Tesla-Aktien im Wert von mehr als 16 Milliarden Dollar getrennt – größtenteils, um fällige Steuern auf eingelöste Aktienoptionen zu bezahlen.

Jetzt hat er sich allerdings verpflichtet, für den Twitter-Kauf eigene Mittel von bis zu 21 Milliarden Dollar einzubringen. Wie genau er sie heben will, ist noch unklar. Musk hält nach dem jüngsten Verkauf noch gut 168 Millionen Tesla-Aktien. Mit einem Teil davon will er einen Kredit über 12,5 Milliarden Dollar absichern, der ebenfalls zur Finanzierung des Twitter-Deals dienen soll.

Musk legte für den Twitter-Kauf insgesamt Finanzierungszusagen über 46,5 Milliarden Dollar vor. Er einigte sich mit dem Online-Dienst auf die Übernahme, ist aber noch darauf angewiesen, dass genug Aktionäre ihm seine Anteile zum Preis von 54,20 Dollar abtreten.

Der Tech-Milliardär erklärt sein Interesse an Twitter damit, dass auf der Plattform die Redefreiheit eingeschränkt sei. Das wolle er ändern. Das bringt ihn in den USA in Einklang mit Konservativen, Corona-Skeptikern und Anhängern von Ex-Präsident Donald Trump, die alle eine "Zensur" bei Twitter beklagen. In der Nacht zu Freitag gab Musk per Tweet auch ein Stück weiter seine politische Einstellung preis: Er habe seinerzeit Präsident Barack Obama unterstützt, "aber die heutige Demokratische Partei wurde von Extremisten gekapert", sagte Musk in seinem Tweet.

In den vergangenen Tagen war wiederholt über die Motive hinter Musks Kauf-Versuch spekuliert worden. Im Fokus standen dabei Musks wiederholte Kritik an der aktuellen Führungsmannschaft Twitters und seine damit im Zusammenhang stehenden Tweets. Die Zahl der Twitter-Nutzer ist in den vergangenen Wochen aller Kontroverse zum Trotz in die Höhe gegangen.

[Update, 29.04.2022, 09:10 Uhr] Laut einem Bloomberg-Bericht plane Musk Veränderungen in der Kostengestaltung von Twitter, um das Unternehmen profitabler zu machen. Es seien ein Stellenabbau, aber auch Gehaltskürzungen für Führungskräfte und Vorstandsmitglieder im Gespräch. Zudem wolle er neue Wege zur Monetarisierung von Tweets entwickeln. [/Update]

(tkn)